Adam Malysz erklärt Entlassung von Cheftrainer Thomas Thurnbichler: "Das größte Problem war die Kommunikation"
Publiziert 17/10/2025 um 13:09 GMT+2 Uhr
Adam Malysz, Präsident des polnischen Skiverbandes, hat im Interview mit dem Medium "Interia" über die Gründe für die Trennung von Skisprung-Cheftrainer Thomas Thurnbichler gesprochen. Man habe sich nach den schlechten Ergebnissen der vergangenen Saison in einer Situation befunden, "in der diese Veränderung notwendig war", erklärte der 47-Jährige, der in seiner Karriere viermal Weltmeister wurde.
Adam Malysz hat sich zur Entlassung von Thomas Thurnbichler geäußert
Fotocredit: Getty Images
Dennoch wolle er die Verpflichtung des Österreichers zum Winter 2022/23 nicht als Fehlgriff verstanden wissen: "Ich werde diese Entscheidung verteidigen, aber ich werde nicht sagen, dass es ein Fehler war, Thurnbichler zu holen. Ich erinnere mich schließlich an seine erste Saison. Er war wirklich sehr gut."
Nach guten Ergebnissen der polnischen Springer um Dawid Kubacki zu Beginn seiner Amtszeit verlor Thurnbichlers Team in der Folge zunehmend den Anschluss an die Weltspitze.
Pawel Wasek beendete die vergangene Saison als bester Pole auf Position 14 im Gesamtweltcup. Ein dritter Rang von Wasek beim Weltcup im finnischen Lahti blieb der einzige Podestplatz der Mannschaft.
Im Zuge dessen sei es zu "Missverständnissen innerhalb der Mannschaft" gekommen, gestand Malysz und machte kulturelle Differenzen mitverantwortlich.
Malysz: "Größtes Problem war Kommunikation"
"Das lag wahrscheinlich an den Unterschieden zwischen unseren Herkunftsländern. Das größte Problem war die Kommunikation. Die Springer behaupteten, dass Thomas sehr oft seine Meinung änderte. Er wiederum erklärte das damit, dass er aktuell auf die Situation reagieren wollte", sagte der frühere Top-Springer.
Allerdings sei Thurnbichler nicht mit allen seinen Schützlingen über Kreuz gelegen: "Er konnte gut mit Paweł Wąsek und Olek Zniszczoł arbeiten. Meiner Meinung nach wäre er ein großartiger Trainer für Junioren."
Die Einschätzung dürfte vor allem den Deutschen Ski-Verband (DSV) freuen. Der DSV verpflichtete Thurnbichler kurz nach seiner Entlassung als neuen Coach für den B-Kader.
Das könnte Dich auch interessieren: Schwere Vorwürfe: Norwegens Skandal-Coach wehrt sich gegen FIS
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/09/25/image-79e562b2-1a47-47a3-94b1-0f26950e5524-85-2560-1440.png)
Probelauf in Predazzo: Schmitt nimmt Olympia-Schanze unter die Lupe
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung