Anzugskandal bei Nordischer Ski-WM: Weltverband FIS kündigt "tiefgreifendere Änderungen" an - neues Personal für Materialkontrolle

Im Zuge des Anzugskandals, der bei der Nordischen Ski-WM im März seinen Anfang genommen hatte, kündigte der Weltverband FIS am Donnerstag eine Reihe von Veränderungen im Regelkatalog an. Am Rande der Tagung in Vilamoura (Portugal) wurde ein "umfassender Plan zur Umstrukturierung der Ausrüstungskontrollprozesse" vorgelegt. So soll laut FIS die Arbeit der Kontrolleure gestärkt werden.

Im Zuge des Anzugskandals wird es einige Veränderungen geben

Fotocredit: Getty Images

Auch personell gibt es eine Neuerung im Team. Der ehemalige österreichische Skispringer Mathias Hafele wird kurzfristige Regeländerungen prüfen, die bereits zum kommenden Sommer-Grand-Prix und die Weltcup-Saison 2025/26 eingeführt werden können.
Der 41-Jährige ist laut FIS für Skispringer und Skispringerinnen sowie für die Nordische Kombination zuständig.
Eine weitere personelle Veränderung gibt es an oberster Stelle. Der bisherige Chefkontrolleur Christian Kathol reichte laut FIS-Renndirektor Sandro Pertile seinen Rücktritt ein. Bis Juli wird der Österreicher der FIS aber bei der Umstrukturierung helfen. Sein Nachfolger steht noch nicht fest.
Der Weltverband will zudem "tiefgreifendere und grundlegendere Änderungen bei der Regulierung und Kontrolle der Skisprungausrüstung, insbesondere der Anzüge" untersuchen, hieß es in der Mitteilung. Dies sei allerdings ein langfristiges Projekt. Hauptverantwortlich ist dabei Lasse Ottesen, FIS-Renndirektor für die Nordische Kombination. Mit ersten Resultaten werde im Herbst gerechnet.

Regelverstösse bei WM aufgedeckt

Losgetreten wurde der Anzugskandal bei der Nordischen Ski-WM in Trondheim, nachdem bei mehreren norwegischen Springern eine Manipulation der Anzüge festgestellt wurde.
Es folgten Suspendierungen im Team der Skandinavier.
Normalschanzen-Weltmeister Marius Lindvik und Topspringer Johann Andre Forfang wurden etwa bis zum Saisonende von Wettkämpfen ausgeschlossen. Erst Anfang April wurden die Sperren aufgehoben.
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Quelle: Eurosport


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