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Vierschanzentournee Bischofshofen: Ratlose DSV-Adler auf Fehlersuche - Stimmung im Team "beschissen"
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Publiziert 05/01/2023 um 14:12 GMT+1 Uhr
Nach der nächsten Tournee-Enttäuschung beim dritten Springen in Innsbruck wirken die deutschen Skispringer zunehmend ratlos. Zunächst das Qualifikations-Aus für Karl Geiger und dann ein enttäuschender 13. Platz als bestes Ergebnis bei den DSV-Adlern. Trainer Stefan Horngacher und sein Team beginnen bereits vor der letzten Station in Bischofshofen mit der Aufarbeitung.
Geiger analysiert sein Aus in Innsbruck: "Es ist ultra-bitter"
Quelle: Eurosport
Am Ende zweier Tage zum Vergessen zog Stefan Horngacher ein vernichtendes Fazit. "Das ist schon mit das Bitterste, was wir hier erleben, seitdem ich Trainer bin", sagte der Chef der deutschen Skispringer über die jüngste Leistung seiner Schützlinge. Erst das Quali-Aus von Karl Geiger, dann nicht mal ein Springer unter den besten 12 - die DSV-Adler waren auf der dritten Station der Vierschanzentournee in Innsbruck am vorläufigen Tiefpunkt angelangt.
Die Stimmung im Team sei "beschissen", sagte Markus Eisenbichler knapp, und Horst Hüttel ordnete das Geschehen ein. "Mannschaftlich waren wir selten so weit weg wie derzeit", das musste der Teammanager des Deutschen Skiverbandes (DSV) eingestehen.
Während die Dominatoren des Winters auch bei der Tournee einsam ihre Kreise an der Spitze drehen, bleibt der deutschen Mannschaft weiter nur die Zuschauerrolle. Halvor Egner Granerud, Dawid Kubacki, Anze Lanisek: Die drei Führenden in Tournee und Weltcup machten auch am Mittwoch den Sieg unter sich aus.
"Das ist die Konstanz, die wir schon über Wochen sehen", sagte Andreas Wellinger, als Achter bester Deutscher in der Tournee-Gesamtwertung - und genau die fehlt dem deutschen Team. "Wir sind in Oberstdorf ja gut eingestiegen", erinnerte Hüttel zurecht, "aber dann geht es halt wieder nach hinten, und das ist im Moment schon sehr mühsam." Er hoffe sehr, so der 54-Jährige, "dass den Trainern etwas einfällt, was dann auch wirkt."
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Horngacher nach DSV-Debakel kritisch: "Uns fehlt die Stabilität"
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Fehlersuche bei DSV-Adlern läuft bereits
Mehr denn je sind Horngacher und sein Team gefragt, Lösungen zu finden. Die Fehlersuche habe längst begonnen. "Wir haben uns die letzten drei Jahre immer gut präsentiert, jetzt haben wir mal ein bisschen ein Tief", sagte Horngacher: "Wir sind an der Ursachenforschung dran, und ich glaube, es liegt nicht so weit weg."
Zwar gebe es "ein paar Hinweise" auf mögliche Rückstände, dennoch nahm der 53-Jährige das gesamte Team in die Verantwortung: "Jeder denkt jetzt mal nach über gewisse Dinge, die wir machen müssen." Die erste Chance auf eine schnelle Umsetzung bietet sich den DSV-Adlern beim Tournee-Finale in Bischofshofen (ab 16:30 Uhr live auf Eurosport 1 und bei discovery+).
Die Qualifikation am Donnerstag lief jedoch nicht ganz nach Wunsch. Zwar qualifizierten sich alle sieben Springer für den abschließenden Wettbewerb am Freitag, doch mehr als ein 13. Platz für Constantin Schmid sprang dabei nicht heraus. Es sei "nicht nur Licht, sondern auch Schatten" gewesen, bilanzierte Horngacher.
"Für uns ist wichtig, dass wir ein, zwei Dinge richten und die Jungs nicht ungeduldig werden, sondern positiv bleiben und dass sie über gute Einzelsprünge noch nach vorne kommen", sagte Horngacher. Es herrsche zudem "keine phlegmatische, total deprimierte Stimmung", so Hüttel. Die Enttäuschung sei groß, aber "sowas ist nicht unumkehrbar."
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Bester Deutscher am Bergisel: Raimund macht auch in Innsbruck Freude
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Neben einzelnen Lichtblicken - allen voran der junge Philipp Raimund, als 13. in Innsbruck bester Deutscher - macht auch die Rückkehr von Karl Geiger Hoffnung auf ein versöhnliches Ende dieser so verkorksten Tournee. Der einstige deutsche Hoffnungsträger habe nach dem Debakel am Bergisel "die Dinge für sich aufbereitet", sagte Horngacher: "Er ist eigentlich schon wieder voller Motivation für Bischofshofen."
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(SID)
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Schmitt analysiert Geiger-Drama: "Der Worst Case ist eingetreten"
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