Vierschanzentournee: Felix Hoffmann und Philipp Raimund angeschlagen - DSV-Topduo bangt um nächsten Weltcup-Start

Mit den Plätzen zehn und zwölf beim Dreikönigsspringen in Bischofshofen zum Abschluss der Vierschanzentournee verpassten Felix Hoffmann und Philipp Raimund ein besseres Endergebnis. Beide waren wohl während der Tournee angeschlagen. Raimund plagte sich bei allen vier Springen mit einer Erkältung, Hoffmann zwickte in Innsbruck und Bischofshofen das Knie. Nun steht der nächste Weltcup auf der Kippe.

Angeschlagener Raimund: "Es hat mich komplett zerlegt"

Quelle: Eurosport

"Es ist gut möglich, dass ich in Zakopane eine Pause einlege. Ich muss jetzt auf meinen Körper hören, weil während der gesamten Tournee habe ich ihn ignoriert", sagte Raimund im Eurosport-Interview.
"Ich habe nach Engelberg angefangen zu kränkeln. Ich habe mich einfach ein bisschen schwach gefühlt. Dann war ich nach der Neujahrsnacht wieder krank. Heute Morgen hat es mich komplett zerlegt. Ich fühle mich einfach scheiße und bin froh, dass ich überhaupt Zwölfter geworden bin."
Der beste Deutsche im Weltcup (Platz vier) fiel nach Rang sechs im ersten Durchgang beim Tagessieg von Daniel Tschofenig nach einem schwächeren zweiten Sprung noch zurück. In der Gesamtwertung wurde er Achter.
Besser war Hoffmann. Er ging in das Springen bei der Paul-Außerleitner-Schanze mit Außenseiterchancen auf das Tour-Podium, nach Platz zehn wurde es in der Endabrechnung Rang sechs. "Ich habe viele gute Wettkampfsprünge gezeigt", sagte er gegenüber Eurosport.
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Hoffmann gibt zu: "Das ärgert mich ein bisschen"

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Lassen Hoffmann und Raimund Zakopane aus?

"Jetzt heißt es: gut erholen und dann wieder angreifen. Morgen geht's in die Röhre. Hoffentlich bringt es keine größeren Erkenntnisse, außer dass dort eine Reizung besteht, die jetzt einfach ein bisschen Ruhe braucht."
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Es klingt ganz so, als würde das DSV-Topduo das nächste Weltcup-Springen in Zakopane auslassen. Dort findet zwar nur ein Einzelspringen statt - somit wären die Auswirkungen auf den Weltcup recht gering.
Allerdings steigt dort mit dem Super-Team-Springen eine Olympia-Generalprobe. Erstmals wird es kein klassisches Mannschaftsspringen mit vier Athleten pro Team geben, sondern einen Wettkampf mit nur zwei Springern pro Team.
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Hoffmann und Raimund mit Tournee zufrieden

"Felix ist schon länger angeschlagen, hat aber auch hier ein gutes Niveau gezeigt", zeigte sich Bundestrainer Stefan Horngacher zufrieden. "Wir müssen zufrieden sein. Philipp hat heute früh nicht gut ausgesehen, der war ziemlich zugerichtet. Aber er wollte unbedingt springen. Am Ende ist ihm die Kraft ausgegangen."
Trotz der Probleme sind auch die deutschen Topspringer mit ihrem Abschneiden zufrieden - für beide war es das mit Abstand beste Ergebnis bei einer Tournee in ihrer Karriere.
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"Insgesamt bin ich schon zufrieden", sagte Hoffmann und fügte mit Blick auf das Springen in Bischofshofen hinzu: "Die Sprünge heute waren zu fehlerbehaftet, das ärgert mich ein bisschen. Zehnter ist trotzdem kein schlechtes Ergebnis. Es war meine beste Tournee bis jetzt. Ich denke, ich kann dennoch zufrieden sein."

Schmitt: "Beide sind eine tolle Tournee gesprungen"

Was in absoluter Topform möglich gewesen wäre, bleibt ein Konjunktiv.
Auch Eurosport-Experte Martin Schmitt sieht die Leistungen von Hoffmann und Raimund positiv - und ordnet auch die Blessuren ein: "Beide sind eine tolle Tournee gesprungen, keine Frage. Sie waren hintenraus ein bisschen angeschlagen. Philipp war erkältet und Felix hatte mit seinem Knie wahrscheinlich mehr Probleme als er zugeben wollte. Das beeinträchtigt dann schon ein bisschen."
Auch wenn die "Generalprobe" in Zakopane nun ausfallen sollte - die wichtigsten Sprünge des Jahres finden im Februar in Predazzo bei den Olympischen Spielen statt.
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Hoffmann verabschiedet sich achtbar von der Tournee

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