Martin Schmitt: "Da fällt einem gleich ein Stein vom Herzen" - DSV-Team bei Vierschanzentournee im Aufwind
Neben Philipp Raimund und Felix Hoffmann sorgen bei der Vierschanzentournee in der Qualifikation von Garmisch-Partenkirchen auch Karl Geiger und Andreas Wellinger für Lichtblicke. "Das haben sie heute gut gemacht", fand Eurosport-Experte Martin Schmitt in seiner Analyse an Silvester. Dass mit Ben Bayer ein Youngster das Neujahrsspringen erreicht, rundete den Tag für das DSV-Team erfreulich ab.
Schmitt mit Lob für Geiger und Wellinger: "Ich weiß, wie schwer es ist"
Quelle: Eurosport
Felix Hoffmann und Philipp Raimund hatten es eilig: Freundlich, aber bestimmt drückten sie beim Marsch an den Medienvertretern vorbei aufs Tempo - am für Skispringer ohnehin kurzen Silvesterabend wollte die deutsche Tournee-Doppelspitze nicht unnötig Zeit verlieren.
Viel mitzuteilen gab es ohnehin nicht: Die Pflichtaufgabe in der Qualifikation von Garmisch-Partenkirchen hatten sie mit Platz fünf und acht souverän gelöst, den überlegenen Domen Prevc aber erneut nicht gefährden können.
"Ich habe einen kleinen Fehler im Auslauf gemacht, der hat Punkte gekostet. Es ist wieder eng nach oben. Morgen brauche ich eine bessere Landung", sagte Hoffmann bei Eurosport selbstkritisch.
In der Tat wäre der 28-Jährige mit seinem Sprung auf 134 Meter ohne den Fehler und drei Haltungspunkte mehr wohl in den Top vier gelandet - vor Teamkollege Raimund. Der sagte über seinen 135-Meter-Satz: "Der war wichtig für mich. Im Flug habe ich einen kurzen Bogen gemacht, trotzdem war der Sprung gut."
- So lief die Qualifikation zum Neujahrsspringen: Prevc erneut souverän
- Vierschanzentournee: Skispringen in Garmisch live bei Eurosport
- Granerud disqualifiziert: Neujahrsspringen ohne Norwegens Star
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/12/31/image-2bab84b8-767b-4df4-9a6c-93da5754a3d1-85-2560-1440.jpeg)
Ein Wackler kostet: Hoffmann hat noch Luft nach oben
Quelle: Eurosport
Geiger nach "Packung" im Aufwind
Zumindest ordentlich war derweil der Auftritt der zwei Sorgenkinder im DSV-Team, Andreas Wellinger und Karl Geiger. "Da fällt einem nach dem kleinen Schock von Oberstdorf gleich ein Stein vom Herzen", meinte Eurosport-Experte Martin Schmitt erleichtert.
Nachdem Geiger in Oberstdorf als 53. in der Quali gescheitert war und es Wellinger als 49. des Wettkampfs nicht wirklich besser machte, qualifizierten sich die zwei Routiniers als 27. (Wellinger) und 31. (Geiger) souverän fürs Neujahrsspringen.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/12/31/image-f50c38fb-f7f9-497b-a2df-a793c71416bd-85-2560-1440.jpeg)
Geiger lacht wieder! DSV-Urgestein packt Quali für Neujahrsspringen
Quelle: Eurosport
"Das war ein Schritt in die richtige Richtung und echt wichtig. Oberstdorf war ein ganz schönes Brett für mich, eine ziemliche Packung", erzählte Geiger bei Eurosport. Der 32-Jährige kennt aber nur einen Weg aus der Krise: "Es hilft nichts, Trübsal zu blasen. Man muss handlungsorientiert bleiben und einfach beißen."
Wellinger: "Schritt in die richtige Richtung"
Auch Wellinger sprach bei Eurosport von einer "Herausforderung. Ich will vorne mitkämpfen und nicht als 49. ausscheiden. Das ist nicht das, was ich kann." Sein Qualisprung sei "von den Bedingungen her gar nicht so leicht" gewesen, deshalb sei er mit dem Ergebnis "happy".
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/12/31/image-15b79cb7-4ac2-4162-a8ed-38392982dec6-85-2560-1440.jpeg)
"Es geht doch!" Formkurve bei Wellinger zeigt nach oben
Quelle: Eurosport
"Es war definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Mir ist es gelungen, mit der richtigen Balance im Anlauf die Energie reinzubringen, damit ich auch meine langen Beine einsetzen kann. Die Aufgabe ist, das jetzt im Wettkampf zu reproduzieren", sagte der 30-Jährige.
Schmitt konnte mitfühlen. "Ich weiß selbst, wie schwer es in einer solchen Situation ist. Man kämpft um jeden Meter und hat den Druck, sich qualifizieren zu müssen. Das haben sie heute gut gemacht", urteilte der Team-Olympiasieger von 2002: "Momentan fühlt sich Skispringen für sie nicht leicht an, weil es auch nicht leicht ist. Sie müssen an den Details arbeiten, die kleinen Dinge richtig machen - und dann das akzeptieren, was rauskommt. Dann geht's auch wieder nach oben."
Youngster Bayer zeigt auf
Für einen unerwarteten Lichtblick sorgte der 21 Jahre alte Ben Bayer, der sich mit seinem Sprung auf 131 Meter bei noch besseren Bedingungen punktgleich mit Wellinger auf Quali-Rang 27 platzierte und am Neujahrstag Weltcup-Luft schnuppern darf. "Ich bin sehr glücklich. Der Sprung war cool", sagte Bayer bei Eurosport.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/12/31/image-1fbb5971-18a5-4ba9-b144-ad8297edd319-85-2560-1440.jpeg)
131 Meter! DSV-Youngster Bayer zündet Silvester-Kracher
Quelle: Eurosport
Der Youngster habe mit seinem Ergebnis im DSV-Team "für gute Stimmung gesorgt", berichtete Schmitt: "Es ist wichtig, dass auch mal einer aus dem B-Team aufzeigt."
In Garmisch-Partenkirchen kämpfen die deutschen Springer am Neujahrstag um das Ende einer langen Durststrecke: Zuletzt gewann Sven Hannawald vor 24 Jahren auf dem Weg zu seinem "Grand Slam" am Gudiberg - auf keiner der vier Tourneeschanzen liegt ein Sieg der DSV-Adler länger zurück.
Das könnte Dich auch interessieren: "Sohlen-Affäre": Norwegen reicht Attest nach - aber Kritik bleibt
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/12/31/image-3fd9c88f-5595-40d7-a660-ff79133ccd9c-85-2560-1440.jpeg)
Schanzenrekord! Embacher mit weitestem Sprung der Tournee ever
Quelle: Eurosport
Werbung
Werbung
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/12/18/image-ec453673-a7e8-4c9b-a566-6689a5fb6276-68-310-310.jpeg)