Martin Schmitt und Andreas Wellinger siegen bei Skisprung-Showevent in Zakopane - Fans feiern Red Bull Target Jumping
VonLukas Fegers
Update 02/04/2026 um 12:55 GMT+2 Uhr
Eigentlich ist die Skisprung-Saison 2025/26 seit Sonntag beendet, am Mittwoch ging es im polnischen Zakopane aber noch einmal hoch her - beim Red Bull Target Jumping. Bei der zweiten Ausgabe des Showevents traten wieder fünf Teams à vier Springer gegeneinander an, das Ziel: in acht Sprüngen auf genau 1000 Meter zu kommen. Aus deutscher Sicht ein Erfolg, denn Martin Schmitt verteidigte den Titel.
Flugshow-Highlights: Prevc beim Saisonfinale knapp geschlagen
Quelle: Eurosport
Eurosport-Experte Schmitt war einer von fünf Teamkapitänen, die das prominente Starterfeld anführten. Zahlreiche Weltklasse-Springer hatten bei starkem Schneefall in Zakopane noch einmal die Skier angezogen, darunter die drei besten Athleten der abgelaufenen Saison: "Domenator" Domen Prevc, Ryoyu Kobayashi und Daniel Tschofenig.
Vorab waren die 20 Skispringer, zu denen auch Andreas Wellinger und Karl Geiger zählten, über ein Online-Voting und eine Auslosung den Kapitänen Schmitt, Janne Ahonen, Adam Malysz sowie Thomas Morgenstern und Andreas Goldberger zugeteilt worden. Während Geiger im Ahonen-Team unterkam, sprang Wellinger für die Schmitt-Auswahl.
Nach acht Sprüngen durften schließlich Schmitt und Wellinger gemeinsam mit Marius Lindvik, Anze Lanisek und Dawid Kubacki über den Sieg beim zweiten Red Bull Target Jumping jubeln - mit einer Punktlandung: Am Ende standen exakt 1000 Meter auf der Anzeige.
Der zweite Platz ging an die Malysz-Auswahl (999 m), Rang drei an die Morgenstern-Skispringer (998,5 m). Vierter wurde die Goldberger-Mannschaft (998 m), Geiger bildete mit der Ahonen-Truppe (996,5 m) hingegen das Schlusslicht.
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Andreas Wellinger gewann mit seinem Team das Red Bull Target Jumping 2026.
Fotocredit: Getty Images
Lindvik macht 1000 Meter für Schmitt-Team voll
Mit seinem Reglement unterscheidet sich das ungewöhnliche Red Bull Target Jumping deutlich von herkömmlichen Weltcup-Wettkämpfen. Zwar absolviert jeder Athlet zwei Sprünge, deren Weiten addiert werden - doch dabei gibt es keine Haltungsnoten und Windpunkte, die die Wertung beeinflussen.
Es geht vor allem um Präzision, vor den Sprüngen sprechen die Kapitäne mit ihren Springern die jeweilige Weite ab. Die Anlauflänge darf frei gewählt werden.
Zur Halbzeit des Showevents hatte noch die Morgenstern-Auswahl vorne gelegen. Im zweiten Durchgang gingen die Kapitäne dann taktischer vor, die Sprünge fielen kürzer aus. Den entscheidenden Schub für das Schmitt-Team lieferte letztlich Lindvik: Mit 125 Metern machte er die 1000 Meter exakt voll.
Die fünf Mannschaften in der Übersicht
Teamkapitän Martin Schmitt: Dawid Kubacki (Polen), Anze Lanisek (Slowenien), Marius Lindvik (Norwegen), Andreas Wellinger
Teamkapitän Andreas Goldberger (Österreich): Valentin Foubert (Frankreich), Alex Insam (Italien), Domen Prevc (Slowenien), Aleksander Zniszczol (Polen)
Teamkapitän Janne Ahonen (Finnland): Gregor Deschwanden (Schweiz), Karl Geiger, Maciej Kot (Polen), Kristoffer Sundal (Norwegen)
Teamkapitän Thomas Morgenstern (Österreich): Tate Frantz (USA), Ryoyu Kobayashi (Japan), Daniel Tschofenig (Österreich), Pawel Wasek (Polen)
Teamkapitän Adam Malyszs (Polen): Klemens Joniak (Polen), Jewhen Marusiak (Ukraine), Wladimir Zografski (Bulgarien), Piotr Zyla (Polen)
Die Skisprung-Idole waren aber nicht nur auf ihre Rolle als Teamkapitäne beschränkt, sondern mussten auch selbst von einer Mini-Schanze ran. Dort war Schmitt der Sieger, seine vier Meter gingen ebenfalls in die Wertung ein:
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Quelle: Eurosport
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