Ryoyu Kobayashi testet Ski während der Vierschanzentournee - Martin Schmitt: "Zeitpunkt überrascht"
Ryoyu Kobayashi galt vor der Vierschanzentournee mit Domen Prevc als großer Favorit auf den goldenen Adler. Beim Auftakt in Oberstdorf verlor der Japaner als Sechster allerdings schon 21,7 Punkte auf den Slowenen. Auffällig dabei: Der 29-Jährige testete am Qualifikationstag einen neuen Ski. Seinen eigentlichen Weltcup-Ski darf Kobayashi nämlich nicht bei den Olympischen Winterspielen verwenden.
Kobayashi macht Japans Sieg im Mixed-Springen perfekt
Quelle: Eurosport
Das Problem hierbei: das Sponsoring auf seinem "BWT"-Ski. "Er darf den 'BWT-Ski' nicht bei Olympia springen, weil er gebrandet ist", erklärte Eurosport-Experte Martin Schmitt den Umstand: "Das gab es früher auch schon bei den 'Fluege.de'-Ski, die bei den Spielen dann neutral lackiert waren, weil da eben kein originärer Skihersteller dahintersteckte."
Kobayashi hat sich deswegen einen nicht gebrandeten rosa Ski anfertigen lassen, mit dem er dann an den olympischen Skisprung-Wettkämpfen auf der Anlage in Predazzo (9. bis 16. Februar live bei Eurosport und discovery+) teilnehmen will.
"Ich gehe davon aus, dass sie relativ baugleich sind. Dennoch überrascht mich der Zeitpunkt", meinte Schmitt zu Kobayashis Testflügen ausgerechnet in Oberstdorf.
Schließlich gehe es beim Training der ersten Tournee-Station in erster Linie darum, nach den Weihnachtstagen wieder den Rhythmus aufzunehmen. "Damit hätte er eigentlich genug zu tun", meinte Schmitt. Andererseits: "Wenn es aufgeht, ist es bewundernswert und jeder sagt: Ryoyu ist wirklich cool."
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Bei seinem Olympia-Sieg 2022 in Peking sprang Ryoyu Kobayashi mit neutral lackierten Skiern
Fotocredit: Getty Images
Legt Kobayashi den Fokus voll auf Olympia?
Der Team-Olympiasieger von 2022 vermutet, dass Kobayashis Olympia-Ski "ein bisschen flexibler ist, weil Predazzo auf Höhe liegt (1018 m ü.M., Anm. d. Red.) und oft Rückenwindbedingungen hat. Vielleicht wollte er das in Oberstdorf mal testen."
Kobayashi versuche offenbar, "sich frühzeitig auf Olympia vorzubereiten. Und das zeigt vielleicht auch ein bisschen, worauf bei ihm in dieser Saison der Fokus liegt."
Kobayashi selbst meinte lapidar: "Ich habe nicht viele Möglichkeiten, um mein Material zu testen."
Wiederholt Kobayashi seinen Triumph von 2022?
Für die Qualifikation kehrte der Japaner dann aber wieder zu seinem "gewohnten Setup" (Schmitt) zurück und wird auch beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen (Do., 13:40 Uhr live im TV bei Eurosport 1, im Stream bei discovery+ und im Liveticker bei Eurosport.de) seinen normalen Weltcup-Ski springen.
2022 gelang Kobayashi übrigens das Kunststück, sowohl die Vierschanzentournee als auch in Peking Olympia-Gold (Normalschanze) zu gewinnen. Im Wettkampf von der Großschanze holte er zudem Silber.
Diesen Winter gewann der Japaner bereits je ein Springen in Lillehammer und Engelberg und liegt im Gesamtweltcup hinter Domen Prevc auf Rang zwei.
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Quelle: Eurosport
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