Anzugskandal im Skisprung: Untersuchung der Anzüge von Marius Lindvik, Johann André Forfang und Co. läuft in der Schweiz

Die Weltcup-Saison ist zwar beendet, doch der Anzugskandal, der während der Nordischen Ski-WM in Trondheim seine Anfänge nahm, beschäftigt die FIS weiterhin. Wie der norwegische Sender "NRK" berichtet, wurden am Mittwoch die beschlagnahmten norwegischen Anzüge in Zürich erstmals offiziell untersucht. Direkt nach Bekanntwerden der Manipulationen waren diese in seinem Safe sicher verwahrt worden.

Im Anzugskandal geht es in die nächste Runde

Fotocredit: Getty Images

Die britische Firma "Quest" wurde vom Weltverband mit der unabhängigen Ermittlung im Anzug-Skandal beauftragt. Anwesend waren beim Treffen in der Schweiz laut "NRK" auch FIS-Kontrolleur Christian Kathol, Thomas Skjelbred (Anwalt des norwegischen Skiverbandes) sowie Tom Hilde (norwegisches Mitglied des FIS-Ausrüstungsausschusses).
Zudem sollen Sarah Fussek (Direktorin für Integrität bei der FIS), Bruno Sassi (Leiter der Kommunikationsabteilung bei der FIS) und Athleten-Vertreter Roy Erland Myrdal dabei gewesen sein.
Die Untersuchungen werden allerdings von Anwalt Thomas Flo Haugaard, der den zwischenzeitlich suspendierten Skispringer Robert Johansson vertritt, scharf kritisiert. "Es versteht sich von selbst, dass Kleidung keine konstante Größe hat." Daher halte er "diese erneute Kontrolle heute für einen praktisch wertlosen Beweis. Wir haben auch eine klare Botschaft an die FIS geschickt."
"Wir müssen einfach das Beste daraus machen und zumindest einen Vertreter holen, der ein Experte für diese Anzüge ist, um ein Minimum an Rechtssicherheit in diesem Prozess zu gewährleisten", forderte Haugaard.

Norweger zittern - Disziplinarverfahren nach Untersuchung möglich

Johansson war ebenso wie Robin Pedersen, Kristoffer Eriksen Sundal, Johann André Forfang und Marius Lindvik nach dem Skandal von der FIS suspendiert worden. Dies wurde mittlerweile aufgehoben. Forfang, Sundal und Lindvik waren bereits direkt nach dem letzten WM-Springen in Trondheim disqualifiziert worden.
Ob den Norwegern nach Ende der Untersuchungen weiterer Ärger droht, ist offen. "Quest" wird dem FIS-Büro für Ethik und Compliance nach Abschluss der Ermittlungen einen Bericht vorlegen. Je nach Ergebnis will der Weltverband offenbar ein mögliches Disziplinarverfahren prüfen.
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Anzug-Skandal erschüttert Skisprung-Welt: Die Tragödie im Video

Quelle: Eurosport


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