Vierschanzentournee: Stefan Kraft will trotz des großen Rückstands noch Führung in der Gesamtwertung angreifen

Stefan Kraft hat den Sieg bei der Vierschanzentournee trotz seines Rückstands in der Gesamtwertung noch nicht abgeschrieben. Beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen büßte der Österreicher zwar 14,8 Punkte auf den deutschen Führenden Andreas Wellinger ein und liegt zur Halbzeit 25,2 Zähler hinter dem DSV-Adler. In seiner Heimat will der frühere Tournee-Sieger aber noch einmal angreifen.

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Quelle: Eurosport

"Der Rückstand ist ein bisschen viel, aber es passt noch", sagte der 30-Jährige im Interview mit dem "ORF" und fügte nach seinem sechsten Platz am Gudiberg hinzu: "Wir haben noch vier Durchgänge. Die Hoffnung ist auf alle Fälle noch da. Das Glück wird es jetzt auch mal brauchen, das ist ganz klar."
Vor dem Tournee-Auftakt in Oberstdorf galt der ÖSV-Athlet als großer Favorit auf den Gesamtsieg. Den Weltcup führt Kraft mit aktuell 769 Punkten deutlich vor Wellinger auf Platz zwei an. Es wäre schön gewesen, vielleicht zehn Punkte mehr zu haben, aber es ist kein Wunschkonzert", sagte der Führende im Skisprung-Gesamtweltcup.
Schon in früheren Jahren musste der gebürtige Schwarzacher seine Hoffnungen auf den Triumph nach schlechten Ergebnissen in Garmisch begraben. Nun kam er mit Sprüngen auf 133,5 und 132 Meter besser auf der Großen Olympiaschanze zurecht.
"Mir fällt wirklich ein großer Stein vom Herzen. Ich hatte gestern und im Trainingssprung heute extreme Probleme mit der Geschwindigkeit, aber ich habe eine Lösung gefunden", gab sich der Team-Olympiasieger von Peking erleichtert und blickte bereits voraus: "Daheim geht es sicher ein bisschen leichter."

Kraft kann angreifen - Österreicher in Lauerstellung

In Innsbruch und Bischofshofen kann und muss Kraft riskieren, um noch ein Wörtchen im Kampf um den Gesamtsieg mitreden zu können: "Ich weiß, dass ich in einer sehr guten Form bin. Von daher versuche ich, die da vorne ein bisschen zu ärgern."
Auch Trainer Andreas Widhölzl hat die Chancen seines Schützlings noch nicht abgeschrieben: "Er kann jetzt locker drauf los springen, es ist alles möglich."
Mit Manuel Fettner und Jan Hörl landeten zwei weitere ÖSV-Springer auf den Plätzen vier und fünf, Michael Hayböck belegte Platz acht. Grund genug, für Widhölzl, sich über eine "super Mannschaftsleistung" zu freuen.
In der Gesamtwertung verbesserten sich Fettner und Hörl ebenfalls auf die Ränge vier und fünf. Bereits am Dienstag (13:30 Uhr, im Liveticker) geht es mit der Qualifikation in Innsbruck weiter. Dann wird vielleicht schon abzusehen sein, ob die Österreicher und vor allem Kraft den Führenden Wellinger noch einmal angreifen können.
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Quelle: Eurosport

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