Vierschanzentournee: Österreich dominiert – Ex-Weltmeister Anders Jacobsen vermutet Carbon-Einlage als Grund
Update 03/01/2025 um 17:55 GMT+1 Uhr
Nach den ersten beiden Stationen der Vierschanzentournee dominieren drei Österreicher das Podium: Daniel Tschofenig, Jan Hörl und Stefan Kraft. Im Skisprung-Universum wird über die Gründe für die Dominanz des ÖSV-Teams spekuliert. Der frühere Weltmeister Anders Jacobsen hat eine eigene Theorie: Er vermutet eine kleine Carbon-Einlage in den Schuhen der Österreicher als Grund für die Top-Leistungen.
Tschofenig dominiert, Hayböck bricht Schanzenrekord - Highlights
Quelle: Eurosport
Der Norweger vermutet im Gespräch mit der Streamingplattform "Viaplay", dass das ÖSV-Team "etwas Cooles mit seinen Schuhen gemacht" haben. "So sieht es aus, wenn sie in die Flugphase gehen."
Der 39-Jährige erklärte, wie er zu seiner Theorie kommt: "Die Skier gehen zum Zeitpunkt des Absprungs direkt nach vorne." Deshalb glaube er, dass sich "etwas in den Schuhen befindet". Mit diesem Hilfsmittel könne man sich ein Stück sicherer fühlen, so Jacobsen.
Andere Experten munkeln derweil über verbesserte Anzüge als Grund für die starken Weiten von Tschofenig, Hörl, Kraft und Co. (zur Gesamtwertung).
Der Norweger Halvor Egner Granerud tendierte sogar dazu, den Österreichern Betrug vorzuwerfen: "Es ist verdächtig und sehr ungewöhnlich, dass eine Nation so dominiert, wie sie es jetzt tut", sagte er dem norwegischen Rundfunk "NRK".
Eurosport-Experte und Ex-Bundestrainer Werner Schuster wählte im exklusiven Interview mit Eurosport deutlich zurückhaltendere Worte: "Es steht außer Frage, dass die Österreicher auch im technologischen Bereich hervorragend aufgestellt sind. Sie haben ihre Hausaufgaben gemacht, davon kann man ausgehen. Zudem würde ich empfehlen, dass man den Kontrollen vertraut."
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