Das derzeit getrennte fliegende Doppelzimmer stand sichtlich zufrieden im gleißenden Flutlicht an der geliebten Salpausselkä-Schanze, für Karl Geiger und Markus Eisenbichler hat Dienstreise nach Lahti den erhofften Aufschwung gebracht.
"Das war ein richtig schöner Wettkampf, vom ersten Sprung an lief es besser als in Zakopane", sagte der Tourneezweite Geiger im "ZDF", nachdem er das deutsche Skisprung-Team in Finnland auf das Podest geführt hatte.
Eine Woche nach der kalten Dusche im polnischen Zakopane, als die DSV-Adler mit Platz sechs böse abgestürzt waren und satte 66 Meter Rückstand auf Sieger Österreich hatten, leisteten Geiger, Eisenbichler sowie Pius Paschke und Debütant Martin Hamann Wiedergutmachung.
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Platz drei mit 1014,4 Punkten in Reichweite zu Sieger Norwegen (1024,2) und Polen (1018,3) - das letzte Teamspringen vor der WM in Oberstdorf verlief durchaus vielversprechend.

Geiger fängt Österreich mit letztem Sprung ab

"Die Schanze hier mag ich total, es ist eine meiner Lieblingsschanzen", sagte Geiger, der in Lahti im Vorwinter im Einzel gewonnen hatte. Diesmal kam der Skiflug-Weltmeister nach 125,0 m im ersten Durchgang mit dem letzten Sprung auf 129,0 m und fing damit noch die vor den Deutschen liegenden Österreicher klar ab.
Auch Eisenbichler, der in Nicht-Corona-Zeiten mit Geiger eine unzertrennliche Wettkampf-Wohngemeinschaft bildet, die nun auf Einzelzimmer aufgeteilt ist, hatte beste Erinnerung an den finnischen Bakken: 2017 holte der Siegsdorfer WM-Bronze auf der Normalschanze und den Titel im Mixed. Am Samstag war der "Eisei" mit 126,5 sowie 125,5 m eine Bank.
"Es war stabil, noch nicht perfekt", sagte er: "Ich hoffe, dass ich das morgen im Einzel noch ein bisschen besser lösen kann. Aber jetzt freue ich mich, dass wir endlich mal wieder auf dem Podest standen."

Lahti: Paschke und Hamann solide

Solide zeigten sich die DSV-Adler auch an Position drei und vier, zuletzt die Schwachstellen. Routinier Paschke kam auf 125,0 und 122,5 m. Hamann (Aue), der den formschwachen Constantin Schmid ersetzte, flog bei seinem ersten Team-Einsatz im Weltcup auf 123,5 und 116,5 m.
Am Sonntag findet in Lahti ab 16:00 Uhr ein Einzelwettbewerb statt (live bei Eurosport 1 und bei Eurosport auf Joyn), zuvor wird die am Freitag wegen starker Winde ausgefallene Qualifikation nachgeholt. In der folgenden Woche beginnt mit dem Heimweltcup in Willingen die heiße Phase vor der WM (23. Februar bis 7. März).
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(SID)
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