Kamil Stoch exklusiv vor der letzten Saison seiner Karriere: Ich bin lange nicht mehr so zuversichtlich gewesen"

Kamil Stoch geht in den letzten Winter seiner Laufbahn, die Olympia-Saison soll zum Finale furioso werden für den Polen. Die Entscheidung sei ihm schwer gefallen, aber ihn Predazzo habe seine "großartige Karriere begonnen. Es ist der Ort mit den Erinnerungen an meine ersten Olympischen Spiele", sagt Stoch im Exklusiv-Interview mit Eurosport. Er sei "lange nicht mehr so zuversichtlich gewesen".

Kamil Stoch geht in die letzte Saison seiner Laufbahn

Fotocredit: Getty Images

"Ich dachte schon, dass mein Abenteuer lang sein würde. Sicherlich nicht so wie beispielsweise das von Noriaki Kasai, denn ich wollte immer vor dem 40. Lebensjahr aufhören. Am Ende der Saison bin ich noch 38 und ein neuer Lebensabschnitt wird beginnen", erklärt Kamil Stoch, der es mit 38 Jahren noch einmal wissen will.
Gewonnen hat die Skisprung-Ikone nahezu alles. Dreimal war Stoch Olympiasieger, zweimal Weltmeister, dreimal gewann er die Vierschanzentournee, zweimal den Gesamtweltcup, 39 Mal ein Weltcup-Einzelspringen.
Die Ergebnisse der vergangenen Jahre mögen nicht mehr die besten gewesen sein, Stoch aber geht als einer der Größten in die Geschichte seines Sports ein.
"Ich bin ruhig, habe alles getan, was ich konnte. Den ganzen Winter habe ich nun Zeit, um auf hohem Niveau zu springen", erzählt der polnische Superstar im Gespräch mit Eurosport-Reporter Kacper Merk. "Meine bisher beste Saison war 2017/2018, aber ich bin fest davon überzeugt, dass das Beste noch vor mir liegt", so der Routinier.

Stoch: "Früher habe ich mir oft gewünscht ..."

Das dürfte nicht nur mit den Resultaten zu tun haben, sondern auch mit der gesamten Herangehensweise. "Früher habe ich mir oft gewünscht, dass ein schlechter Tag so schnell wie möglich vorbeigeht. Jetzt versuche ich, auch wenn ich mich schlecht fühle und viele Aufgaben vor mir habe, ganz ich selbst zu sein", so Stoch.
Es sei "schade, dass ich diese Einstellung erst jetzt gelernt habe - aber ich wünsche mir, dass ich nicht nur in dieser Saison, sondern für den Rest meines Lebens daran festhalten kann. Wir haben nur ein Leben, und es vergeht so schnell. Ich stehe an der Schwelle zu meiner letzten Saison und möchte sie in vollen Zügen genießen", betont der Überflieger aus Zakopane. Klingt nach einer ziemlich guten Strategie für das Finale furioso.
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