Marius Lindvik und Johann André Forfang beteuern ihre Unschuld im Anzugskandal: "Wir haben es nicht gewusst"

Kurz vor dem Start in die neue Saison hat sich das Skispringen noch immer nicht vom Anzugskandal um das norwegische Team aus dem März erholt, das Thema ist nach wie vor präsent. Auch, weil die beiden verdächtigen Springer Marius Lindvik und Johann André Forfang immer wieder mit der Geschichte konfrontiert werden. Nun beteuerte das Duo in einem Interview mit "NRK" einmal mehr seine Unschuld.

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Quelle: Eurosport

"Wir wussten es nicht", erklärte Forfang. Lindvik pflichtete seinem Teamkollegen bei: "Ich wusste nichts davon, was mit meinen Anzügen gemacht wurde."
Am Rande der WM in Trondheim war das norwegische Team dabei ertappt worden, wie es nachweislich Sprunganzüge manipuliert hatte. Im Anschluss hatten sich Forfang und Lindvik mit der Ethikkommission der FIS auf einen Vergleich geeinigt. Das Duo wurde für drei Monate gesperrt und musste eine Geldstrafe zahlen.
Sowohl Forfang als auch Lindvik hatten immer wieder auf unschuldig plädiert, etliche Konkurrenten hatten aber erheblich daran gezweifelt, dass die beiden nichts von den Manipulationen gewusst haben wollen.
Zum Auftakt der Weltcupsaison am 21. November sind Forfang und Lindvik wieder mit von der Partie - und vor allem Lindvik hat Großes vor: "Es gibt wohl einige, die das nie ganz überwinden werden. Aber ich darf nicht daran denken, ich muss erhobenen Hauptes in die Saison gehen und alles geben", sagte er. Und prophezeite: "Ich werde voller Zuversicht antreten. Was die Leute denken, können sie sich denken. Ich werde mein Bestes geben und es ihnen zeigen."

Forfang: "Warum bin ich nicht durchgedreht?"

Forfang blickte stattdessen fragend auf die jüngere Vergangenheit zurück.
"Ich bin herumgelaufen und habe mich gefragt: Warum bin ich nicht durchgedreht? Die Belastung, die ich in den vergangenen Monaten jeden Tag gespürt habe ...", meinte der Norweger.
Lindvik hatte bei der WM von der Normalschanze die Goldmedaille gewonnen, war aber trotz der Sanktionen durch die Ethikkommission nicht nachträglich disqualifiziert worden.
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