Marius Lindvik und Johann-André Forfang wehren sich nach Vorwürfen der Konkurrenz nach Sperre: "Die am lautesten schreien"
Update 01/11/2025 um 12:02 GMT+1 Uhr
Marius Lindvik und Johann-André Forfang haben sich gegen Kritik der Konkurrenz an ihnen gewehrt. Die Norweger bestreiten, bei den Weltmeisterschaften in Trondheim wissentlich betrogen zu haben. "Diejenigen, die jetzt am lautesten schreien, sind meiner Meinung nach diejenigen, die selbst am schlimmsten waren", sagte Lindvik gegenüber der norwegischen Zeitung "Dagbladet".
Marius Lindvik
Fotocredit: Getty Images
Die Anzüge beider Springer wurden im Wettbewerb von der Großschanze nachweislich manipuliert, jedoch sollen die Athleten laut Aussage des norwegischen Teams davon nichts gewusst haben. Mehrere Konkurrenten bezweifeln dies, da man als Springer Änderungen am Anzug bemerke.
"Sie haben es gewusst. Da sind wir uns alle einig und das finde ich einfach nicht korrekt", sagte etwa Vierschanzentournee-Sieger Daniel Tschofenig aus Österreich.
"Du solltest erst selbst sauber sein, bevor du so laut den Mund aufmachst", entgegnete Lindvik nun den Vorwürfen. Der Norweger bezieht sich dabei auf einen Bericht des Senders "TV2", dass auch Athleten anderer Nationen wie Österreich und Deutschland verdächtig seien.
Forfang zeigte mehr Verständnis für Tschofenigs Aussage. "Ich verstehe ihn gut. Ich hätte wahrscheinlich dasselbe getan", sagte der 30-Jährige.
Lindvik "erhobenen Hauptes in die Saison"
Es hätten wahrscheinlich die Emotionen nach dem milden Urteil des Weltverbands aus Tschofenig gesprochen. "Ich wäre sehr überrascht, wenn er diesen Ton mir gegenüber anschlagen würde", sagte Forfang.
Lindvik und Forfang wurden Ende August nach Abschluss der Untersuchung für drei Monate gesperrt. Da die 18 Tage, die sie Ende der vergangenen Saison vom Wettkampfgeschehen suspendiert waren, von der Sperre abgezogen wurden, sind sie ab November wieder startberechtigt. "Ich gehe erhobenen Hauptes in die Saison", sagte Lindvik.
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