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Karl Geiger verpasst Aufholjagd auf Ryoyu Kobayashi in Oberstdorf: "Drei Pünktchen fast schon egal"
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Publiziert 19/03/2022 um 22:55 GMT+1 Uhr
Karl Geiger fliegt in seiner Oberstdorfer Heimat beim Sieg von Stefan Kraft auf Platz neun - Rivale Ryoyu Kobayashi kommt er nicht entscheidend näher. Im Duell um den Weltcupsieg holt der Deutsche damit nur unwesentlich auf. "Die drei Pünktchen sind dann auch schon fast egal", erklärte der 29-Jährige. Entsprechend bedient war Geiger: "Da hätte ich mir eigentlich ein wenig mehr erhofft."
Karl Geiger
Fotocredit: Getty Images
Der klitzekleine Zwischensprint im Schneckenrennen um den Gesamtweltcup konnte Karl Geiger nicht wirklich freuen. "Die drei Pünktchen sind dann auch schon fast egal", sagte der Skisprungstar leicht resigniert, nachdem er beim stimmungsvollen Fliegen in seiner Oberstdorfer Heimat ein Stückchen vom Rückstand auf Rivale Ryoyu Kobayashi weggeknabbert hatte: "Wenn ich wirklich um die Kristallkugel mitkämpfen will, muss ich auf das Podest fliegen."
Am Samstag war Geiger vor 8500 Zuschauern an der Heini-Klopfer-Schanze - erstmals seit Willingen im Februar 2020 waren bei einem Skisprung-Weltcup der Männer Fans zugelassen - wie schon bei der WM in Vikersund in der Vorwoche ein gutes Stück vom Podest entfernt.
Neunter wurde der 29-Jährige beim Sieg von Oberstdorf-Spezialist Stefan Kraft aus Österreich. Damit führt der Japaner Kobayashi, der auf Platz zehn kam, bei noch drei ausstehenden Wettbewerben nun mit noch 55 Punkten - für einen Sieg gibt es deren 100, für Platz zwei 80.
Geiger, Skiflug-Weltmeister von 2020, flog auf 211,5 und 215,0 m, war damit "nicht ganz zufrieden. Da hätte ich mir eigentlich ein wenig mehr erhofft. Aber manchmal sind es gerade beim Fliegen Kleinigkeiten." Zudem am Ende einer langen und zehrenden Saison vielen das letzte Quäntchen Frische fehlte.
Kraft gewinnt zum dritten Mal
Nicht so Kraft: Der Weltrekordler setzte sich mit 232,0 und 207,0 m vor den drei Slowenen Ziga Jelar, Timi Zajc und Anze Lanisek durch. Für den 28-Jährigen war es der fünfte Weltcupsieg in Oberstdorf, wo er zudem 2021 Weltmeister wurde. Zum dritten Mal triumphierte er auf der Flugschanze.
Der deutsche Rekordhalter Markus Eisenbichler musste sich mit Platz 14 begnügen, zeigte aber im zweiten Durchgang mit 211,5 m deutlich aufsteigende Form. "Ich bin extrem schwer reingekommen ins Skifliegen, schon in Vikersund und jetzt hier", sagte der 30-Jährige.
Ex-Weltmeister Severin Freund (Rastbüchl) landete auf Position 17. Andreas Wellinger (Ruhpolding) fiel nach einer langen Unterbrechung wegen Windes und des letztlich folgenlosen Sturzes des Österreichers Daniel Huber von Platz zehn auf den 20. Rang zurück.
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"Auch der ist nicht optimal": Geiger verpasst Aufholjagd
Quelle: Eurosport
Wellinger zufrieden
"Springerisch war ich zufrieden", sagte Wellinger, der 2017 auf der damals frisch umgebauten Riesenschanze zweimal Zweiter Hinter Kraft geworden war: "Da ging es mir noch leichter von der Hand - ich werde morgen schauen, dass es wieder einen Schritt in die richtige Richtung geht." Dann steht ein weiteres Einzelfliegen an (16:00 Uhr Eurosport).
Letzter deutscher Sieger auf der Heini-Klopfer-Schanze bleibt damit Richard Freitag, der am Samstag seinen Rücktritt nach 13 Jahren im Weltcup verkündete. "Es war Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen und weiterzugehen. Ich hätte nicht gedacht, dass es am Ende so schnell geht", sagte der zweimalige Weltmeister.
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(SID)
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Schrecksekunde beim Skifliegen: Huber stürzt in Oberstdorf
Quelle: Eurosport
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