Vierschanzentournee - Rekord-Preisgeld sorgt für Diskussionen: "Sollte eigentlich schon länger höher sein"

Bei der am Dienstag startenden 70. Ausgabe der Vierschanzentournee steigt das Preisgeld in neue Sphären - der Gewinner erhält mit 100.000 Schweizer Franken (96.000 Euro) das Fünffache der bisherigen Prämie. Insgesamt werden über 350.000 Euro ausgeschüttet. Tournee-Präsident Peter Kruijer freut sich über die bessere Entlohnung. Bei den Springern fallen die Reaktionen unterschiedlich aus.

Dawid Kubacki

Fotocredit: Getty Images

Neue Dimensionen bei der diesjährigen Vierschanzentournee: Zum Start der 70. Ausgabe winkt den Skispringern ein Preisgeld in Rekordhöhe.
Auf den Gesamtsieger der Tournee wartet ein Belohnung von 100.000 Schweizer Franken (96.000 Euro). Damit wird die Prämie verfünffacht - die bisherige Summe lag bei 20.000 Franken.
Mit der Rekord-Prämie taucht die Tournee schon vor dem Auftaktspringen am 29. Dezember (16:30 Uhr live im Free-TV bei Eurosport 1 und bei Eurosport auf Joyn!) in neue Sphären ein. Insgesamt werden bei den vier Springen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen eine Summe von 384.000 Euro an alle Springer ausgeschüttet.
Sollte ein Teilnehmer alle vier Qualifikationen sowie alle vier Springen gewinnen, könnte er in diesem Höchstfall satte 150.000 Euro Preisgeld gewinnen. Dazu käme die traditionelle Trophäe: Der prestigeträchtige goldene Adler.

Vierschanzentournee: Gemischte Reaktionen auf erhöhtes Preisgeld

Für viele Akteure ist die Aufstockung jedoch längst überfällig.
Tournee-Präsident Peter Kruijer zeigt sich über den neuen Meilenstein höchst erfreut: "Toll, dass wir mit der 70. Tournee in eine neue Preisgeld-Dimension starten und den Tourneesieger für seine grandiose Leistung deutlich besser entlohnen können als bisher."
Die Reaktionen der Protagonisten fielen unterschiedlich aus. Für den dreifachen Sieger und aktuellen Titelverteidiger Kamil Stoch kommt die Erhöhung zu spät: "Es ist gut, wenn es höher ist, weil es ist eine Belohnung für unsere harte Arbeit ist."
Teamkollege Dawid Kubacki schlägt in dieselbe Kerbe: "Das Preisgeld sollte eigentlich schon lange höher sein." Zum Vergleich: Für die drei Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel steht eine Millionen Euro an Prämie bereit.

Horngacher: "Kann diskutieren, ob das eigentlich genug ist"

Halvor Egner Granerud aus Norwegen hält die Korrektur für bitter nötig: "In den vergangenen Jahren hat man mehr für den Sieg in Willingen als bei der Tournee bekommen."
Bundestrainer Stefan Horngacher sieht es ähnlich: "Endlich hat man begriffen, was die Jungs hier für eine Leistung bringen." Ob die Prämie nun angemessen ist, hält Horngacher weiterhin für fraglich: "Man kann drüber diskutieren, ob das eigentlich genug ist, wenn man schaut, welcher Fokus und Druck dahinter steckt."
picture

Olympia-Norm geknackt: Schwaiger überrascht in Bormio

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung