Vierschanzentournee: Andreas Wellinger gewinnt Qualifikation in Oberstdorf - alle DSV-Springer in den Top 12
Andreas Wellinger hat zum Auftakt der 72. Vierschanzentournee die Qualifikation von Oberstdorf gewonnen und damit den deutschen Hoffnungen auf den ersten Tourneesieg seit 22 Jahren weiter Auftrieb gegeben. Wellinger sprang mit 135 Meter vor Teamkollege Karl Geiger (134 m) und dem Slowenen Peter Prevc (138 m/Bestweite) zum Qualisieg. Favorit Stefan Kraft (Österreich/131 m) wurde "nur" Siebter.
Quali-Sieg in Oberstdorf! Wellinger lässt Kraft und Co. hinter sich
Quelle: Eurosport
"Ich bin in bestechender Form, ich freue mich auf morgen", sagte Wellinger, der 2023/24 anders als Karl Geiger und Pius Paschke noch ohne Weltcupsieg ist, im Gesamtklassement jedoch hinter Kraft auf Rang zwei liegt.
"Ich bin extrem zufrieden, alle drei Sprünge waren auf einem sehr hohen Niveau", sagte Wellinger bei Eurosport: "Wir haben es auch als Mannschaft gut rübergebracht. Das macht es im Moment aus: Das wir uns gegenseitig pushen und nach vorne ziehen. Wenn wir ordentlich Skispringen, können wir viel erreichen."
Philipp Raimund (4./134 m), Paschke (9./132 m) und Stephan Leyhe (12./132 m) rundeten vor der Rekordkulisse von 16.300 Fans das starke DSV-Ergebnis ab.
Der Japaner Ryoyu Kobayashi, der im Training überzeugt hatte, landete auf Platz acht (127,5 m).
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Top 3 der Qualifikation: Wellinger überbietet Geiger und Prevc
Quelle: Eurosport
Wellinger geht damit als Mitfavorit in den Wettkampf am Freitag (17:15 Uhr im Liveticker). "Das war ein super Warm-up. Diese Ergebnisse sind außergewöhnlich gut", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher in der "ARD".
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Trotz Patzer: Geiger mit starker Quali auf seiner Heimschanze
Quelle: Eurosport
Oberstdorf-Quali: Wellinger eifert Freitag nach
Wellinger brachte die Kulisse zum Kochen, als erster DSV-Adler seit Richard Freitag im Jahr 2017 stand er beim ersten Kräftemessen der Tournee ganz oben und strich ein Preisgeld in Höhe von 3000 Schweizer Franken (ca. 3200 Euro) ein.
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Riesenjubel in Oberstdorf: Raimund dreht in Quali mächtig auf
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Auch Geiger freute sich. "Ich konnte mich bei jedem Sprung steigern. Es hat mega Spaß gemacht", sagte er bei Eurosport.
Für den Freitag wolle er sich nun nicht zu viele Gedanken machen: "Die Frage ist, ob es klug ist, an einem guten Sprung weiterzuschrauben. Wenn man einen solchen Sprung wie in der Quali anstrebt, können auch jederzeit die Überraketen rausplatzen."
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Schmitt-Analyse: "Da fällt einem ein Steinchen vom Herzen"
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Ex-Sieger um Granerud enttäuschen - Polen abgeschlagen
Außer Prevc, der 2015/16 die Tournee gewinnen konnte, enttäuschten derweil die Ex-Tournee-Sieger ein wenig.
Hinter Kraft (Sieger 2014/15) und Kobayashi (Sieger 2018/19 und 2021/22) kam der norwegische Titelverteidiger Halvor Egner Granerud nicht über den 16. Platz hinaus (128,5 m). "Es war ein solider, langweiliger Sprung", sagte er.
Der dreimalige Tournee-Sieger Kamil Stoch (2016/17, 2017/18, 2020/21) flog als 37. (113 m) erneut seiner einstigen Form hinterher. Weil auch Dawid Kubacki, Sieger von 2019/20, nicht überzeugte (27./116,5 m), war Weltmeister Piotr Zyla (120 m) auf Rang 26 Bester des wieder schwachen polnischen Teams.
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25. Tournee-Teilnahme! Ammann qualifiziert sich souverän
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Vierschanzentournee-Auftakt: Nur fünf DSV-Springer am Start
Fürs Auftaktspringen qualifiziert hat sich auch der 42 Jahre alte Schweizer Simon Ammann (22./119 m). "Ich mache einfach Jahr für Jahr weiter. Die Tournee ist einfach was besonderes", sagte der Doppel-Olympiasieger von 2002 und 2010, der zum 25. Mal an der Tournee teilnimmt, sie jedoch nie gewinnen konnte.
Insgesamt waren nach der Umgestaltung der Startberechtigungen - Deutschland hatte beispielsweise nur fünf Springer am Start - gerade mal 58 Springer für die Qualifikation gemeldet, von denen lediglich acht ausschieden.
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"Das ist mega!" Wellinger, Geiger, Raimund und Paschke im Interview
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Weniger waren es in der Tournee-Geschichte nur 2020, als nach dem vorübergehenden Corona-Ausschluss des polnischen Teams sogar nur 55 Athleten dabei waren. Prominentester der acht "Aussortierten" war der Japaner Naoki Nakamura.
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Kraft trotz Platz sieben in der Quali "sehr zufrieden"
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(mit SID)
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K.O.-Duelle und Lucky Loser: So läuft die Vierschanzentournee
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