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Vierschanzentournee: Pius Paschke geht als Gesamtweltcupführender an den Start - Schlechtes Omen für den Deutschen?
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Publiziert 23/12/2024 um 08:50 GMT+1 Uhr
Seit 23 Jahren wartet der Deutsche Ski-Verband (DSV) auf einen Gesamtsieg in der Vierschanzentournee. Nach dem starken Saisonstart von Pius Paschke ist die Hoffnung auf ein Ende der schwarzen Serie groß. Der Bayer führt den Gesamtweltcup nach fünf Erfolgen an. Aber ein Blick in die Vergangenheit zeigt: Das Gelbe Trikot erwies sich für die deutschen Springer bisher nicht als gutes Tournee-Omen.
Paschke patzt im Schneetreiben: "Es geht nicht runter"
Quelle: Eurosport
Pius Paschke fährt im Gelben Trikot zur Vierschanzentournee - und somit als Mitfavorit, wenn nicht sogar Top-Favorit. Doch nach zwei schwächeren Ergebnissen beim Weltcup in Engelberg zeigt ausgerechnet zum Saison-Höhepunkt die Formkurve etwas nach unten.
Dennoch ist die Hoffnung beim Deutschen Ski-Verband (DSV) groß, dass erstmals seit dem Grand Slam von Sven Hannawald in der Saison 2001/2002 am Ende der vier Springen in Bischofshofen wieder ein deutscher Springer ganz oben steht.
Schließlich hat Paschke trotz des jüngsten Durchhängers bereits fünf Siege im laufenden Winter eingefahren. Aber: Schon sechsmal führte ein deutscher Skispringer vor Oberstdorf den Gesamtweltcup an - den Tourneesieg schaffte jedoch keiner.
Wir blicken zurück.
Dieter Thoma
1988/89 - Tourneeplatz: 4.
Thoma gewinnt 1988 in Thunder Bay seinen ersten Weltcup, trägt als erster DSV-Adler überhaupt das Gelbe Trikot. 30.000 Fans kommen zum Auftakt nach Oberstdorf, wo Thoma erneut siegt und die Tournee auch noch nach Garmisch-Partenkirchen anführt. Ein schwacher erster Sprung in Innsbruck lässt alle Träume platzen.
Andre Kiesewetter
1990/91 - Tourneeplatz: 25.
Kurz nach der Wiedervereinigung gewinnt der Thüringer in Lake Placid und Sapporo, bei der BRD-Hymne ist er noch nicht textsicher. Bei der Tournee läuft nichts mehr zusammen. "Ich kannte das doch gar nicht, diese Mädchenwelt. Die haben mich ja verfolgt", sagt Kiesewetter später. Beim Finale in Bischofshofen landet er auf Rang 60 von 61 Teilnehmern. Einen Weltcup gewinnt der erste deutsche V-Springer nie wieder.
Martin Schmitt
1999/00 - Tourneeplatz: 3.
Schmitt gewinnt drei der ersten sieben Springen des Winters, wird zudem zweimal Zweiter. Auch in Oberstdorf triumpiert er. Dann aber startet der Österreicher Andreas Widhölzl durch, holt sich die restlichen drei Tagessiege und damit auch die Tournee. Bitter: Direkt nach der Tournee feiert Schmitt vier Siege in Folge - zu spät.
Martin Schmitt
2000/01 - Tourneeplatz: 3.
Ein Jahr später das Deja-vu: Schmitt startet stark in den Winter, gewinnt wieder auch in Oberstdorf (vor einem gewissen Noriaki Kasai) - doch dann kommt der Pole Adam Malysz und zieht vorbei. Die Tournee wird Schmitt nie gewinnen.
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Das Gelbe Trikot brachte Martin Schmitt bei der Vierschanzentournee kein Glück
Fotocredit: Getty Images
Richard Freitag
2017/18 - Tourneeplatz: 27./nicht beendet
Freitag steht vor der Tournee fünfmal in Folge auf dem Podest, darunter drei Siege. In Oberstdorf und Garmisch wird er jeweils Zweiter hinter Kamil Stoch, doch in Innsbruck stürzt er auf dem schlecht präparierten Hang - der Traum ist geplatzt. Am nächsten Tag steigt Freitag wegen schmerzhafter Hüftprellungen aus der Tournee aus.
Karl Geiger
2021/22 - Tourneeplatz: 4.
Geiger gewinnt zwei der ersten neun Saisonspringen, wird zudem dreimal Zweiter. Platz fünf im strömenden Regen seiner Heimatstadt Oberstdorf ist ein erster Dämpfer, nach Geigers siebtem Rang in Garmisch-Partenkirchen ist der spätere Gesamtsieger Ryoyu Kobayashi bereits weit enteilt.
Pius Paschke
2024/25 - Tourneeplatz: ?
Paschke erlebt bislang einen Traum-Winter, schon fünf Saisonsiege stehen auf der Habenseite. Doch bei der Vierschanzentournee werden die Karten neu gemischt - seine Vorgänger haben das oft genug bewiesen.
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(SID)
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