Skispringen 2025/26: Athleten warnen vor "ziemlich intensivem" Fahrplan - Weltcups bis Olympia extrem eng getaktet
Publiziert 25/11/2025 um 16:41 GMT+1 Uhr
Der Skisprung-Winter 2025/26 ist für die Athleten eine der intensivsten Saisons der vergangenen Jahre. Das zeigt nicht nur der offizielle FIS-Kalender, sondern auch die Einschätzungen mehrerer Springer und Funktionäre, die im exklusiven Gespräch mit Eurosport über die Belastung sprachen. Eurosport-Experte Markus Eisenbichler sieht im dichten Programm sowohl Herausforderung als auch Chance.
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Quelle: Eurosport
"Es ist gut für den Sport, wenn es so viele Events gibt - Vierschanzentournee, Skiflug-WM, Olympische Spiele … Wenn man in Form ist, fühlt es sich großartig an, weil man so viel in einer Saison gewinnen kann. Das macht es hart, aber für mich ist es immer schön, wenn es so viele große Wettbewerbe in einem Winter gibt", erklärte Eisenbichler.
Bereits der November offenbart, wie hart die kommenden Monate für die Skispringer werden. Der Kalender ist von Beginn an vollgepackt. Los ging es am vergangenen Wochenende in Lillehammer mit zwei Einzelwettbewerben und einem Mixed-Team-Wettkampf. Ohne Pause ging es weiter nach Falun (live bei Eurosport und discovery+), wo die Männer am 25. und 26. November antreten, gefolgt von weiteren Wettbewerben am 29. und 30. November im finnischen Ruka (live bei Eurosport und discovery+).
Anschließend geht es auch im Dezember eng getaktet weiter: Nach dem Ruka-Wochenende reist der Skisprung-Tross zurück nach Mitteleuropa, wo vom 5. bis 7. Dezember in Wisla die nächsten Wettkämpfe anstehen. Es folgen Klingenthal (12. bis 14. Dezember) und die traditionelle Tournee-Generalprobe in Engelberg (19. bis 21. Dezember), ehe kurz nach Weihnachten am 28. Dezember mit der Qualifikation in Oberstdorf die 74. Vierschanzentournee beginnt.
Der Bulgare Vladimir Zografski warnt daher vor der Belastungsgrenze: "Es wird ziemlich intensiv. 30 Wettkämpfe, das ist ziemlich viel. Es ist hart für uns, vor allem für die Jungs, die etwas älter sind."
Einzige längere Pause gibt es nach Olympia
Auch der Schweizer Gregor Deschwanden betont, wie wichtig Selbstfürsorge und Flexibilität sind: "Man muss flexibel bleiben und auf seinen Körper hören. Wenn man sich etwas müde fühlt, ist es vielleicht besser, nicht nach Japan zu reisen." Der Weltcup in Sapporo ist vom 16. bis 18. Januar und damit wenige Tage vor der Skiflug-WM in Oberstdorf (22. bis 26. Januar) geplant.
Deschwanden versuche, flexibel zu sein und er schaue Ende Januar, wie sein Energielevel sei. Den Rest entscheide er gemeinsam mit seinem Team.
FIS-Renndirektor Sandro Pertile verweist auf eine einzige nennenswerte Pause im gesamten Winter: "Wir haben unsere Pause direkt nach den Olympischen Spielen, weil wir zu Beginn der Spiele antreten. Zehn Tage Pause - das ist vermutlich unsere einzige Unterbrechung. Aber ich bin froh, dass wir so viel Wettkämpfe haben, denn das zeigt, wie stark das Skispringen ist."
Damit folgt auf ein Weltcup-Wochenende unmittelbar das nächste, teils mit interkontinentalen Flügen zwischen Europa und Asien. Olympische Spiele, Skiflug-WM und Vierschanzentournee sorgen zusätzlich für außergewöhnliche Belastungsspitzen.
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Quelle: Eurosport
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