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Olympia 2026 - Skispringen: Philipp Raimund verpasst weitere Medaille auf der Großschanze - Gold für Domen Prevc
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Update 14/02/2026 um 22:33 GMT+1 Uhr
Skispringer Philipp Raimund hat eine weitere Medaille bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo verpasst. Der Oberstdorfer wurde beim Olympiasieg des Slowenen Domen Prevc als bester Deutscher Neunter auf der Großschanze. Silber ging in einem spannenden Wettkampf an den Halbzeitführenden Ren Nikaido aus Japan. Die Bronzemedaille sicherte sich der Pole Kacper Tomasiak.
Medaillen-Jagd mit Raimund und Prevc: Highlights von der Großschanze
Quelle: Eurosport
Philipp Raimund trottete wie ein begossener Pudel von dannen, nach einem enttäuschenden Wettkampf hatte sich die Laune des 25-Jährigen dem schlechten Wetter angepasst:
Mit Rang neun von der Großschanze hat der Überflieger aus Oberstdorf eine erneute Olympia-Medaille klar verpasst. Während Topfavorit Domen Prevc Gold holte, enttäuschten auch die übrigen DSV-Adler.
Raimund flog im Dauerregen von Predazzo auf 131,0 und 136,0 m, mit 277,4 Punkten fehlten ihm umgerechnet gut acht Meter zum Podest.
"Logischerweise bin ich jetzt gerade leicht gefrustet", sagte Raimund: "Ich wusste, das Podest wird schwer, weil drei andere klar gezeigt haben, dass sie ziemlich stark unterwegs sind. Aber ich wollte zumindest um die Medaille mitfighten - das ist mir leider nicht ganz gelungen".
Auch Stefan Horngacher war enttäuscht. "Wir hatten uns schon erhofft, dass wir um eine Medaille mitspringen. Jetzt müssen wir das so hinnehmen", sagte der Bundestrainer
Eine Klasse für sich war Weltmeister Prevc. Der Slowene flog auf 138,5 und 141,5 m und holte sich vor dem Japaner Ren Nikaido das erste Einzel-Gold seiner Karriere, Bronze ging an Kacper Tomasiak aus Polen.
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"Er hätt's im Tank gehabt": Nikaido verpasst Olympiasieg knapp
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Wellinger empfiehlt sich für Super Team
Raimund lag schon nach dem ersten Durchgang nur auf Rang zehn, das Skisprung-Wunder blieb danach aus.
"Ich war im Probedurchgang unglaublich langsam, hab dann von meinem gewohnten Ski wechseln müssen auf einen anderen", sagte Raimund nach dem Wettbewerb gegenüber Eurosport. "Der ist eine Nuance träger. Im ersten Sprung hat es mich voll nach vorne geschmissen. Sprung zwei war besser, aber wenn man nicht mit dem gewohnten Setup springt, ist es ein bisschen schwieriger, man ist liegt nicht so gut in der Luft und es hat ein bisschen der Druck gefehlt."
Die übrigen Deutschen lagen teils deutlich zurück. Der zweimalige Olympiasieger Andreas Wellinger empfahl sich als 15. zumindest für den Platz neben Raimund im Super Team am Montag.
Noch dahinter lagen Felix Hoffmann (24.) und Pius Paschke (25.). Es war das schwächste deutsche Olympia-Ergebnis seit 2006, als Michael Neumayer als bester DSV-Adler den elften Rang belegt hatte.
Wellinger analysierte seinen Wettkmapf gegenüber Eurosport offen: "Ich bin ähnlich wie im Training ein bisschen zwiegespalten. Zunächst mal bin ich sehr zufrieden mit den Sprüngen. Ich habe das, was ich trainiert habe, in den Wettkampf rüber gebracht. Das war schon mal wirklich wertvoll. Und so ein bisschen naja ist es, weil ich immer auf denselben Fleck springe. Es kommen immer 127 Meter raus. Das ist solide, aber das macht keinen Spaß."
Dennoch hofft er auf eine Chance im letzten Wettbewerb der Winterspiele: "Jetzt müssen die Trainer entscheiden. Ich habe von meiner Seite heute alles gegeben, dass ich am Montag vielleicht nochmal ran darf. Dann glaube ich, dass es ein spannender Wettkampf wird, weil es viele gibt, die zwei saustarke Springer haben. Wenn man eine Medaille haben will, müssen wir unsere beste Performance abrufen."
Dennoch hofft er auf eine Chance im letzten Wettbewerb der Winterspiele: "Jetzt müssen die Trainer entscheiden. Ich habe von meiner Seite heute alles gegeben, dass ich am Montag vielleicht nochmal ran darf. Dann glaube ich, dass es ein spannender Wettkampf wird, weil es viele gibt, die zwei saustarke Springer haben. Wenn man eine Medaille haben will, müssen wir unsere beste Performance abrufen."
Nikaido lässt Prevc kurz zittern
Nicht zu schlagen war Weltmeister Prevc, der zur Halbzeit allerdings noch hinter Nikaido auf Rang zwei gelauert hatte. Mit einem überragenden zweiten Versuch auf 141,5 Meter flog der Weltcup-Dominator zu seinem ersehnten Einzel-Gold.
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"Andere Liga": Nikaido macht Gold-Ansage im ersten Durchgang
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Der 26-Jährige hat nun vier der fünf großen Einzeltitel der Skisprung-Welt geholt - und das innerhalb von nur einem Jahr.
Nach den Siegen bei WM, Vierschanzentournee, Skiflug-WM und Olympia fehlt ihm nur noch der Triumph im Gesamtweltcup, der aber nur noch Formsache ist. Die "Big Five" hat bisher nur der 2019 verstorbene Finne Matti Nykänen geschafft.
Für das deutsche Team war es ein Tag zum Vergessen. Schon in der Probe hatte sich das schwache Abschneiden angedeutet, als Wellinger auf Rang 18 noch bester Deutscher gewesen war. Im Wettkampf lief es dann kaum besser.
Raimund war nach einem starken Training erwartungsfroh in den Wettkampf gegangen. "Ich bin guter Dinge, ich bin noch hungrig", hatte er vor dem Springen gesagt. Zu einem erneuten Coup reichte es aber nicht, einziger deutscher Olympiasieger von der Großschanze bleibt somit Jens Weißflog (1994).
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"Er hätt's im Tank gehabt": Nikaido verpasst Olympiasieg knapp
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Enttäuschung für Lindvik und Kraft
Andere Springer erwischte es noch schlimmer: Der Norweger Marius Lindvik, vor vier Jahren in Peking noch Olympiasieger von der Großschanze, verpasste als 31. ebenso den zweiten Durchgang wie der dreimalige Weltmeister Stefan Kraft aus Österreich (35.).
Für die ÖSV-Adler war es ohnehin ein Abend zum Vergessen: Daniel Tschofenig, ehemaliger Gewinner der Vierschanzentournee, wurde wegen eines zu großen Schuhs disqualifiziert.
Einen letzten Einsatz hat Raimund in Norditalien in Italien noch: Im Super Team geht es am Montag in drei Durchgängen um die Medaillen, jede Mannschaft besteht aus zwei Springern.
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(SID)
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Zu wenig? Raimund lässt im ersten Durchgang liegen
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