Olympia 2026: Skispringer Philipp Raimund legt sich an Schanze mit pöbelnden Slowenien-Fans an: "Komplett unnötig"

Auch als Olympiasieger ist sich Philipp Raimund nicht zu fein, unhöflichen Fans den Kopf zu waschen. Als Deutschlands Skisprungstar nach seinem neunten Platz von der Großschanze durch die Mixed Zone Richtung Journalisten stapfte, meinten slowenischen Fans, eine drei Wochen alte Rechnung des Siegers Domen Prevc stellvertretend mit Raimund begleichen zu müssen - doch Raimund gab Klartext zurück.

Materialprobleme bei Raimund: "Etwas Risiko ist immer dabei"

Quelle: Eurosport

Damit gerieten sie allerdings wortwörtlich an den Falschen.
"Ich fand das ein bisschen unangenehm", sagte Raimund deutlich angesäuert, "ich hatte damit ja absolut gar nichts am Hut." Hatte er in der Tat nicht.
"Nein! Nein! Nein!", brüllten ihm nämlich die slowenischen Schlachtenbummler auf Deutsch von den Stehplätzen hämisch und schadenfroh entgegen.
Genau die Worte also, mit denen Weltverbands-Kontrolleur Hubert Mathis Ende Januar im Teamwettbewerb bei der Skiflug-WM in Oberstdorf Prevc den Zugang zum Absprung-Bereich verweigert hatte.

Raimund an slowenische Fans: "Ihr wisst schon...?"

Prevc' Ski hatten sich kurz zuvor bei einem schon legendären Fauxpas selbstständig gemacht und waren die Schanze heruntergeschlittert. Als der Slowene verspätet seinen Sprung nachzuholen gedachte, scheiterte er an Mathis. Nur: Der ist gar kein Deutscher.
Raimund rief also den erregt-spöttischen Fans in Predazzo zu: "Ihr wisst schon, dass der Typ Schweizer ist?" Und war in seinem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn kurz recht erbost: "Jetzt, wo Domen hier gewonnen hat, mir das hinterherzuwerfen, finde ich etwas unpassend. Komplett unnötig, das zeugt aber von menschlicher Schwäche."
Mit Domen Prevc selbst, das sagte Raimund dann nachdrücklich, habe er hingegen überhaupt kein Problem: "Nee, ich bin mit dem Domen voll fein. Also, ich mag ihn sehr", sagte er über seinen Konkurrenten.
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Medaillen-Jagd mit Raimund und Prevc: Highlights von der Großschanze

Quelle: Eurosport

Polin Beltowska im Internet übel beleidigt

Das Problem sei vielmehr: "Ich glaube, die Fans nehmen sich manchmal ein bisschen zu viele Rechte raus. Wie man beispielsweise auch bei den Polen wegen der Pola gesehen hat."
Die erst 19 Jahre alte Pola Beltowska hatten einige polnischen "Fans" nach der verpassten Mixed-Medaille als "Hauptschuldige" ausgemacht und im Internet mit widerlichen Hassposts bedacht.
Und weil Raimund feine Antennen hat, war für ihn schon angesichts der recht harmlosen Slowenen-Pöbelei sofort klar: "Nein! Nein! Nein!" - So geht es nicht!
(SID)
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Bitterer Olympia-Moment: Tschofenig wegen Schuhen disqualifiziert

Quelle: Eurosport


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