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Olympia 2022: Karl Geiger erneut mit Problemen im Training von der Normalschanze
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Publiziert 04/02/2022 um 10:19 GMT+1 Uhr
Goldhoffnung Karl Geiger ist auch am letzten Trainingstag vor der ersten olympischen Entscheidung in Peking hinterhergesprungen und hat damit Zweifel an seiner Favoritenrolle aufkommen lassen. Der Oberstdorfer kam am Freitag in den drei Durchgängen von der Normalschanze nur auf die Plätze 28, 42 sowie 12 - im letzten Durchgang verzichteten 21 von 65 gemeldeten Springern auf einen Versuch.
Karl Geiger sucht noch seiner Form in Peking.
Fotocredit: Getty Images
"Das von sechs Sprüngen überhaupt keiner gelingt, obwohl ich eigentlich gut in Form war, fuchst mich unglaublich", schimpfte der Oberstdorfer. An seinen großen Zielen für die Normalschanzen-Entscheidung am Sonntag hält Geiger aber fest: "Das wird jetzt eben eine Herausforderung."
"Ich habe den Zugang zu der Schanze noch nicht gefunden", sagte Geiger, den der 100-Millionen-Dollar-Prachtkomplex - "Wahnsinn, was die hier gebaut haben!" - eigentlich in die Nachfolge des fehlenden Pyeongchang-Olympiasiegers Andreas Wellinger katapultieren sollte. "Vergangenes Jahr war ich in Oberstdorf in einer ähnlichen Situation", macht sich Geiger Mut: Vizeweltmeister wurde er damals.
Auch Markus Eisenbichler hat den Kumpel nicht abgeschrieben, der sechsmalige Weltmeister versucht sich im Nebenjob als Teampsychologe: "Du versuchst, ihn aufzubauen, nette Worte zu finden, wie die Mama das macht, wenn du traurig bist. Aber man wenn sich ein bisschen verbohrt hat, ist das schwierig", sagte er. Dennoch: "Karl ist ein Zauberer, der schafft das schon."
Stephan Leyhe hinterließ besten Eindruck
Eisenbichler (Siegsdorf) kann immerhin einen guten letzten Sprung (Platz vier) mit in die Qualifikation am Samstag (7.20 Uhr) nehmen, zeigte sich zuvor aber mit den Plätzen 32 und 17 ebenfalls noch nicht gerüstet für den Medaillenkampf am Sonntag (12.00 Uhr, beide Entscheidungen live im Free-TV bei Eurosport 1 und bei Eurosport auf Joyn!).
Insgesamt den besten Eindruck unter den DSV-Adlern hinterließ am Freitag Stephan Leyhe (Willingen) mit den Plätzen 15, 6 und 8. Constantin Schmid (Oberaudorf/14, 16, 11) sprang solide.
Insgesamt der klar schlechteste der fünf Deutschen an den beiden Trainingstagen war Routinier Pius Paschke (Kiefersfelden), der in den fünf Durchgängen in weitestgehender Vollbesetzung keinmal besser als Platz 33 abschnitt und auch zum Abschluss nur 19. wurde. Damit verpasste der 31 Jahre alte Olympia-Neuling einen Platz im vierköpfigen Aufgebot, das Bundestrainer Stefan Horngacher für die Qualifikation benannte.
Stoch und Prevc überzeugen im Training
Trainingssieger waren am Freitag der dreimalige Olympiasieger Kamil Stoch aus Polen sowie die Slowenen Peter Prevc und Lovro Kos.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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