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Olympia 2022: Deutsche Skispringen bereiten sich auf Großschanze vor - Geiger und Co. mit Luft nach oben
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Publiziert 10/02/2022 um 13:55 GMT+1 Uhr
Karl Geiger und Markus Eisenbichler haben Olympia noch längst nicht abgehakt. Der erste Kontakt mit der Großschanze misslingt aber gründlich: Während Eisenbichler im Training steigende Form zeigt, sucht der Weltcup-Führende Karl Geiger weiter nach seiner Form an den chinesischen Bakken. Ähnlich ergeht es auch Stephan Leyhe, der mit der Schanze noch seine Probleme hat.
Zufriedenheit sieht anders aus: Markus Eisenbichler
Fotocredit: Getty Images
Karl Geiger stand nach einem weiteren Tag zum Vergessen mit gesenktem Kopf an der Schanze.
Auch der zweite Trainingstag auf der großen Olympiaschanze machte dem formschwachen Skiflug-Weltmeister keinen neuen Mut - ganz im Gegenteil.
"Das ist bitter. Wenn die Sprünge so sind wie jetzt, dann ... nee", sagte der Oberstdorfer und hakte die Medaillen für das Einzel am Samstag praktisch schon ab.
Er denke schon jetzt an den Teamwettkampf, sagte Geiger, der einen Tag vor seinem 29. Geburtstag im Training nur die Ränge 21, 20 und 9 belegte - in Abwesenheit mehrerer Topstars. "Es ist so, dass ich sage: Wenn wir am Montag das Teamspringen haben, möchte ich das Team so gut es geht unterstützen. Das muss mein langfristiges Ziel sein."
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Lange auf Medaillenkurs: Althaus und Geiger überzeugen vor Schock-Moment
Quelle: Eurosport
Komplett neue Schanze nährt Hoffnung auf bessere Leistung
"Ich glaube, in den Köpfen hängt noch immer ein bisschen der Mixed-Wettkampf drin", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher über den Fehlstart auf der pompösen Anlage. Am Montag war dem DSV-Quartett durch die Disqualifikation von Katharina Althaus die Chance auf eine Medaille genommen worden.
"Das Training ist leider nicht ganz so optimal gelaufen, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich hätte gedacht, wir können besser beginnen", sagte Horngacher.
Dabei fiebern die DSV-Adler der neuen Chance förmlich entgegen. "Es geht zum Glück wieder von Null los", hatte Geiger nach seinem mageren 15. Platz von der Normalschanze gesagt.
Und auch Markus Eisenbichler, der im Einzel den zweiten Durchgang und so auch einen Einsatz im Mixed verpasst hatte, war eigentlich hoffnungsfroh. "Das ist wieder eine komplett andere Schanze. Ich glaube, die könnte mir ganz gut liegen", meinte der Bayer.
Eisenbichler freut sich, Leyhe ahnt Böses
Wirklich rund lief auch Eisenbichlers erste Begegnung mit der großen Unbekannten nicht, am Donnerstag zeigte er aber mit einem fünften und achten Platz aufsteigende Form. "Ganz okay" sei die Schanze, sagte Eisenbichler dem "SID", der Bakken sei "vielleicht mit dem großen in Planica" vergleichbar. Auf der im Weltcup kaum benutzten Anlage in Slowenien trainiert das DSV-Team ab und an. Eisenbichler bestritt dort zuletzt 2016 im zweitklassigen Continental Cup einen Wettkampf und wurde Zweiter.
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Geiger verzweifelt an Normalschanze: "Das macht mich fuchsig..."
Quelle: Eurosport
Stephan Leyhe, der in Peking vor allem im Teamspringen dringend benötigt wird, ahnt bereits Böses. "Die Befürchtung hat sich bewahrheitet, dass die große Anlage hier so geht wie eine Schanze, die ich nicht mag - und das ist die 120er in Planica. Es wird meine Aufgabe sein, eine Lösung zu finden", sagte der Willinger, der über beide Trainingstage enttäuschte - er ist der erste Streichkandidat, wenn Horngacher sein Aufgebot vor der Qualifikation am Freitag (12.00 Uhr, live im Free-TV bei Eurosport 1 und bei Eurosport auf Joyn!) um einen Springer reduzieren muss.
Ein wenig Auftrieb verlieh dem DSV-Team der Gold-Coup von Kombinierer Vinzenz Geiger, dem "Groß-Groß-Groß-Cousin" von Karl Geiger. "Voll cool, ich freue mich mega für Vinz. Gott sei Dank hat ein Deutscher gewonnen", sagte Eisenbichler.
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(SID)
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