Olympia 2022: Sara Takanashi wird im Mixed-Springen disqualifiziert und gewinnt am Ende fast noch Bronze

Für Top-Springerin Sara Takanashi wurde der erstmals bei Olympischen Spielen ausgetragene Mixed-Team-Wettbewerb in Peking zur Achterbahnfahrt. Kurz nach ihrem ersten Sprung auf 103,0 m wurde die Japanerin wegen eines irregulären Anzugs disqualifiziert. Kurioserweise qualifizierte sich das japanische Team dennoch für das Finale und Takanashi musste zum zweiten Mal antreten - unter Tränen.

Disqualifikations-Drama: Takanashi springt im Finale unter Tränen

Quelle: Eurosport

Ihren zweiten Sprung konnte die 25-Jährige nur noch mit Mühe die Schanze hinunterbringen. Im Auslauf weinte Takanashi bitterlich.
Auch Skisprung-Experte Werner Schuster hatte am Eurosport-Mikrofon Mitleid mit der Japanerin: "Das ist wirklich bitter. Die Arme kann sich nicht einmal verkriechen. Sie muss noch einmal herunter. Das ist schon fast menschenunwürdig."
Die Tränen bei Takanashi, die - so mutmaßte Schuster - auch im zweiten Durchgang mit demselben Anzug gesprungen war, waren dabei nur allzu verständlich.
Durch die Disqualifikation der 25-Jährigen schienen die Medaillen-Chancen für Japan früh beendet. Da neben Takanashi aber auch Katharina Althaus (Deutschland), die Norwegerinnen Silje Opseth und Anna Odine Ström sowie Österreichs Daniela Iraschko-Stolz disqualifiziert wurden, gab es am Ende sogar noch eine winzige Chance auf Bronze.
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Quelle: Eurosport

Kanadier retten Bronze bei Slowenien-Sieg

Mackenzie Boyd-Clowes rettete Kanada allerdings sensationell die Medaille. Auch Takanashis Teamkollege, Einzel-Olympiasieger Ryoyu Kobayashi, konnte das mit einem Sensationsflug auf 106,0 m nicht mehr verhindern. Das Happy End für Takanashi blieb somit aus. Gold holte Slowenien, Silber das Team des russischen olympischen Komitees (ROC).
Auch die deutsche Mannschaft war am Ende bedient. Anders als die Japaner war nach der Disqualifikation von Althaus für Karl Geiger, Selina Freitag, Constantin Schmid und die Silbenmedaillengewinnerin im Einzel nach dem ersten Durchgang Schluss. Deutschland wurde Neunter von zehn Mannschaften.

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Quelle: Eurosport

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