Deutschland war bei den vergangenen vier Weltmeisterschaften jeweils Mixed-Weltmeister geworden.
Diesmal endete der Wettbewerb jedoch völlig überraschend bereits nach dem ersten Durchgang. Katharina Althaus' Anzug war laut den Regelhütern der FIS irregulär, weshalb ihr Sprung auf 104 Metern aus der Wertung genommen wurde.
Dadurch verpasste das deutsche Quartett um Selina Freitag, Constantin Schmid, Althaus und Karl Geiger das Finale.
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Althaus war nicht die einzige Leidtragende am Montag. Auch die beiden Top-Springerinnen Sara Takanashi (Japan) und Daniela Iraschko-Stolz (Österreich) wurden nach ihrem ersten Sprung disqualifiziert.

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Takanashi springt im Finale unter Tränen

Da beide Nationen jedoch mit drei gewerteten Sprüngen mehr Punkte erzielten als Deutschland und China (mit vier Wertungen) schafften sie es in den zweiten Durchgang. Dort mussten auch Takanashi und Iraschko-Stolz nochmal ran. Takanashi absolvierte ihren Finalsprung sichtlich mitgenommen von der Situation unter Tränen.
Im Finale ging die Disqualifikationsserie dann sogar noch weiter. Auch bei den beiden Norwegerinnen Silje Opseth und Anna Odine Ström stellten die Kontrolleure irreguläre Anzüge fest. So fielen auch die Skandinavier noch aus dem Medaillenrennen raus.

Disqualifikations-Drama: Takanashi springt im Finale unter Tränen

Slowenien siegt konkurrenzlos mit großem Vorsprung

Davon unbeeindruckt zeigte sich das slowenische Team, das in der Besetzung Ursa Bogataj, Timi Zajc, Nika Kriznar und Peter Prevc mit über 100 Punkten Vorsprung vor dem Team des Russischen Olympischen Komitees und dem Überraschungsdritten Kanada gewann.

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Großer Frust herrschte derweil natürlich im deutschen Team. "Der Weltverband hat heute das Damen-Skispringen zerstört. Mit so einer Aktion machen die den Sport kaputt", sagte Althaus nach einem skandalösen Mixed-Wettkampf, in dem sie selbst disqualifiziert wurde. "Das heute war Kasperletheater", erklärte Männer-Bundestrainer Stefan Horngacher im "ZDF".
"Da ist irgendwas faul. Ich finde es eine bodenlose Frechheit", polterte Karl Geiger.

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Althaus: "FIS hat den zweiten Wettkampf zerstört"

Sie sei schon "so oft kontrolliert worden in elf Jahren Skisprung, und ich wurde kein einziges Mal disqualifiziert. Ich weiß, mein Anzug hat gepasst", sagte Althaus entrüstet: "Wir haben uns so darüber gefreut, dass wir einen zweiten Wettkampf hier bei Olympia haben. Die FIS hat das mit dieser Aktion zerstört."

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