Philipp Raimund nach Debakel von Oslo mit Aus nach erstem Durchgang selbstkritisch: "So schnell kann es gehen"

Philipp Raimund erlebte am Holmenkollen einen schwarzen Samstag. Als 36. im ersten Durchgang verpasste der Olympiasieger den finalen Durchgang - ein klassischer "Holmenkoller", den auch Superstar Domen Prevc erlebte. Der 25-Jährige gab sich nach dem Springen selbstkritisch, schaute aber nach vorne. Immerhin: Am Sonntag geht es an selbem Ort und Stelle noch einmal um Weltcuppunkte.

Debakel für Prevc, Premiere für Schweizer: Highlights vom Holmenkollen

Quelle: Eurosport

Philipp Raimund schnaubte eine knappe Minute lang vor Wut, doch dann war der Zorn über den Absturz von Oslo schon wieder verraucht.
"Tja, so schnell kann es gehen", sagte Deutschlands Skisprung-Star nach der deftigen Pleite am Holmenkollen achselzuckend - als frischgebackener Olympia- und Weltcupsieger lassen sich Rückschläge eben besser verpacken.
Platz 36, schlechtestes Ergebnis seit Dezember 2024, beim historischen Premierensieg des 35 Jahre alten Schweizers Gregor Deschwanden den zweiten Durchgang verpasst - acht Tage nach seinem Premierenerfolg im Weltcup von Lahti funktionierte am Samstag in Norwegen wenig.
Und Schuld daran, so Raimund, hatte daran ausschließlich Raimund.
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"Das ist bitter!" Raimund verpasst 2. Durchgang am Holmenkollen

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Prevc erlebt ebenfalls ein Debakel

"Ich war einfach zwei Meter zu spät, das hat mich komplett aus dem Sprung gebracht", sagte Raimund nach seinen schwachen 119,0 m in der ARD: "Ich bin einfach voll danebengetreten, voll durchgelatscht."
Klar: Dass es keinen Probedurchgang gab und das Springen erst spät am Nachmittag gestartet wurde, habe auch eine Rolle gespielt: "Da habe ich den Körper zu spät hochgefahren."
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"Ich kenn mich nicht mehr aus": Prevc verpasst Durchgang zwei

Quelle: Eurosport

Raimund stand mit seinem "Holmenkoller" nicht alleine da: Auch Sloweniens Topstar Domen Prevc verpasste als 42. mit 117,5 m den zweiten Durchgang, ihn hatte kurz nach dem Absprung eine Windböe erwischt.
"Das ist klassisches Oslo, da musst du mit dem Unerwarteten rechnen", sagte der 13-malige Saisonsieger, der bereits als Weltcup-Champion feststand.

Deschwanden bricht Paschke-Rekord

Die Wackler der Favoriten nutzte Deschwanden, der mit Sprüngen auf 132,5 und 130,5 m (263,1 Punkte) vor dem Österreicher Maximilian Ortner (261,7) und Naoki Nakamura (Japan/251,7) triumphierte.
Damit löste der Schweizer Pius Paschke als ältesten Premierensieger der Weltcup-Geschichte ab - Paschke hatte 2024 in Engelberg als 33-Jähriger gewonnen.
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Erster Weltcupsieg! Deschwanden beweist Nerven im Nebel

Quelle: Eurosport

Bester Springer eines schwachen deutschen Teams war der zweimalige Olympiasieger Andreas Wellinger auf Rang 17.
Neben Wellinger erreichten nur Karl Geiger (19.) und Paschke (30.) den zweiten Durchgang. Noch weniger ging erneut bei Felix Hoffmann, der Tournee-Sechste landete auf Platz 44. "Das war nicht gut", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher über die Teamleistung.

Raimund hätte sich Probedurchgang gewünscht

Raimund, in der Vorwoche in Lahti noch strahlender Gewinner, war schon am Freitag in der Qualifikation nicht mit der anspruchsvollen Traditionsschanze am Osloer Hausberg zurechtgekommen.
Im Wettkampf hatte der Oberstdorfer zwar nicht die besten Windbedingungen, zeigte aber auch einen schwachen Sprung.
"Oslo ist eben nicht die einfachste Schanze, ich hätte mir deshalb heute einen Probedurchgang gewünscht", sagte Raimund.
Immerhin: Die Chance auf Wiedergutmachung erhält er gleich am Sonntag (18:10 Uhr live bei Eurosport, im Stream bei HBO Max oder im Liveticker) im finalen Holmenkollen-Springen.
(SID)
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Reicht nicht ganz: Prevc springt zum geteilten Quali-Sieg

Quelle: Eurosport


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