Skispringen - Österreicher mit schlechtester Weltcup-Saison der Geschichte: Huber nur Zwölfter
Kein Einzelsieg im Weltcup und kein ÖSV-Springer in den Top elf im Gesamtweltcup: Die österreichischen Skispringer haben in der am Sonntag zu Ende gegangenen Weltcup-Saison eine historische Pleite erlitten. So schlecht waren die ÖSV-Adler in der Geschichte des Weltcups noch nie. Daniel Huber beendete die WM-Saison als bester Österreicher mit 561 Punkten auf Rang zwölf. Stefan Kraft wurde 17.
Stefan Kraft beim Abschlusspringen der Vierschanzentournee in Bischofshofen 2021
Fotocredit: Getty Images
Damit beendete Stefan Kraft die Saison als zweitbester Österreicher. Direkt dahinter folgte Michael Hayböck auf Platz 18.
Zu einem Einzelsieg in der Weltcup-Saison reichte es für Kraft und Co. ebenfalls nicht. Es ist erst das vierte Mal in 42 Jahren, dass es kein Österreicher auf das oberste Treppchen eines Weltcup-Podest schaffte.
Allerdings wurden die rot-weiß-roten Adler aufgrund von mehreren Corona-Infektionen, weswegen die komplette A-Mannschaft beispielsweise das zweite Weltcup-Wochenende in Ruka/Finnland verpasste, auch einiger Chancen beraubt.
Überhaupt konnte das ÖSV-Lager in diesem Winter nur drei Podestplätze im Einzel bejubeln. So reichte es im Nationencup trotz zweier Teamerfolge in Wisla und Zakopane nur zu Platz vier hinter Norwegen, Polen und Deutschland.
WM-Gold von Stefan Kraft in Oberstdorf als Höhepunkt
Jedoch war im ersten Jahr unter Cheftrainer Andreas Widhölzl nicht alles schlecht. Denn bei den Großereignissen wussten die Österreicher zu überzeugen. Allen voran Stefan Kraft, der bei der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf überraschend Gold im Einzel von der Großschanze holte.
Außerdem gewann das Team einen Tag später ebenfalls von der Großschanze WM-Silber. Bereits zuvor durften Kraft und Hayböck über WM-Bronze im Mixed jubeln.
Bei der Skiflug-WM in Planica im Dezember blieb die Mannschaft von Widhölzl zwar ohne Edelmetall, jedoch gelang Hayböck, der erst kurz vorher von seiner Corona-Infektion genesen war, ein hervorragender vierter Platz im Einzel.
Cheftrainer Widhölzl: "Es war ein sehr turbulentes Jahr"
Dementsprechend zog Widhölzl beim Saisonfinale in Planica ein geteiltes Fazit. "Es war ein sehr turbulentes Jahr. Es waren zähe Zeiten dabei, aber auch coole wie bei der WM", sagte der 44-Jährige im "ORF", gab zugleich aber zu: "Mit Ausnahme der WM mit Gold von Kraft ist die Saison nicht so gut gelaufen."
Zum historisch schlechten Abschneiden meinte Widhölzl, dass man dies aufgrund der coronavirusbedingten Fehlzeiten nicht überbewerten dürfe. Jedoch müsse man sich im Hinblick auf die Olympia-Saison steigern.
"Wir hatten nicht so viele Stockerln, aber wir sind voller Tatendrang, wir müssen für nächste Saison Gas geben", gab der Vierschanzentournee-Sieger von 1999/2000 direkt die Richtung für den kommenden Winter vor, der laut den aktuellen Planungen der FIS am 20. und 21 November im russischen Nischni Tagil beginnen soll.
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Quelle: Eurosport
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