Polen trennen sich nach Ende der Saison von Cheftrainer Thomas Thurnbichler - neuer Job bereits in Aussicht

Polens Skispringer und Cheftrainer Thomas Thurnbichler gehen nach der Saison getrennte Wege. Am Rande des Weltcup-Finales in Planica gab der polnische Verbandspräsident Adam Malysz bekannt, die Zusammenarbeit mit dem Österreicher zu beenden. Nachfolger Thurnbichlers wird der bisherige Assistent Maciej Maciusiak, der am Freitag seinen 43. Geburtstag feierte.

Thomas Thurnbichler

Fotocredit: Getty Images

"Nach Gesprächen mit den Athleten und dem Trainerstab hat der Vorstand des polnischen Skiverbandes beschlossen, Änderungen an den Strukturen der Nationalmannschaft vorzunehmen", erklärte Malysz: "Unter Berücksichtigung der Atmosphäre im Team und des Wohls der Nationalmannschaft wurde beschlossen, die Zusammenarbeit mit Thomas Thurnbichler als Cheftrainer des A-Teams zu beenden."
Der 35-Jährige erklärte, er sei "fein" mit der Entscheidung des Verbandes. Er habe selbst bereits seit Wochen das Gefühl gehabt, "dass ich so nicht weitermachen will und kann".
Thurnbichler war 2022 Nachfolger des Tschechen Michal Dolezal geworden, der danach als Co-Trainer von Bundestrainer Stefan Horngacher zum Deutschen Skiverband wechselte. Horngacher selbst war von 2016 bis 2019 Polens Chefcoach, unter ihm gewann Kamil Stoch zweimal die Vierschanzentournee. Stoch arbeitet mittlerweile wieder mit Dolezal zusammen.
Unter dem ehemaligen Skispringer Thurnbichler hatten die Polen zuletzt nicht mehr an die erfolgreichsten Jahre zwischen 2016 und 2021 anknüpfen können. Die Topstars um Stoch, Dawid Kubacki und Piotr Zyla - 2023 noch Weltmeister - sind deutlich gealtert.

Thurnbichler hat Angebot für Polens Juniorenmannschaft

Thurnbichler hatte immerhin jüngere Springer wie Pawel Wasek in die erweiterte Spitze geführt. Der Österreicher könnte den Polen aber erhalten bleiben. Es gebe ein Angebot, die Juniorenmannschaft als Trainer zu übernehmen. "Ich werde in den nächsten Wochen darüber nachdenken. Ich habe auch andere Angebote", sagte Thurnbichler.
Zwischen dem Österreicher und den Stars, aber auch Malysz, soll es atmosphärische Störungen gegeben haben. Zuletzt hatte sich Sportdirektor Alexander Stöckl nach einem Zwist mit Polens Ikone Malysz verabschiedet.
(mit SID)
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"Dieses Gefühl!" Eisenbichler glänzt beim Abschied im Skifliegen

Quelle: Eurosport


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