Robert Johansson attackiert Weltverband FIS wegen Umgang mit norwegischen Springern im Anzugskandal: "Extrem frustrierend"

Robert Johansson kann den Umgang des Weltverbandes FIS mit den norwegischen Skispringern im Zuge des Anzugskandals nicht nachvollziehen. "Am besten kann man es so beschreiben, dass es sich anfühlt, als ob ich im Nichts schweben würde. Ich habe keinen Halt gehabt", sagte der 35-Jährige der norwegischen Zeitung "Gudbrandsdölen Dagningen" über seine zwischenzeitliche Suspendierung zum Saisonende.

Robert Johansson kritisiert den Weltverband FIS wegen des Anzugskandals

Fotocredit: Getty Images

Johansson verpasste insgesamt sieben Weltcupspringen, nachdem bei der Nordischen Ski-WM in Trondheim der Skandal um die manipulierten Anzüge von Marius Lindvik und Johann André Forfang losgetreten worden war.
Laut dem Norweger fehlen ihm deshalb Einnahmen. "Ich lebe aktuell von meinen Ersparnissen", erklärte Johansson im Interview. Großes Unverständnis herrscht beim Team-Olympiasieger von 2018 auch, da sein eigener Anzug beim ersten Weltcup nach der WM in Oslo zunächst die Kontrolle bestanden habe.
Doch kurz danach wurde Johansson aber gemeinsam mit Robin Pedersen und Kristoffer Eriksen Sundal suspendiert. Eine Begründung der FIS gab es laut dem Norweger nicht. In Trondheim hatte dieses Schicksal bereits Forfang und Lindvik ereilt.
"Ich kann das nicht nachvollziehen. Wenn mit unseren Anzügen etwas nicht in Ordnung gewesen wäre, hätten wir das am Mittwoch in Oslo erfahren, nicht mitten im ersten Training am Donnerstag", so Johansson. "So etwas habe ich in meiner Karriere noch nie erlebt", erklärte der Norweger fassungslos.

Johansson-Anwälte prangern Untersuchung an

Johansson engagierte mittlerweile die Anwälte Nicolai Löland Dolva und Thomas Flo Haugaard. Letzterer kritisierte ebenfalls die Vorgänge bei der FIS, denn eine formale Anklage durch den Weltverband blieb aus. Dies sei angesichts des Regelwerks aber notwendig.
Dolva ist sich zudem sicher, dass der 14-malige Weltcupsieger nur suspendiert wurde, weil er dem norwegischen Team angehöre. Das sei "ein Spiel mit der Karriere" von Johansson.
Der norwegische Skisprungstar bot der FIS derweil an, bei der Untersuchung, die am Mittwoch in Zürich begann, zu helfen. Doch der Weltverband sucht offenbar kein Gespräch. Das sei "extrem frustrierend". Sein Anzug sei allerdings "in jeder Hinsicht vorschriftsmäßig", stellte Johansson abschließend klar.
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Anzug-Skandal erschüttert Skisprung-Welt: Die Tragödie im Video

Quelle: Eurosport


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