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Weltcup Ruka: Markus Eisenbichler bei Sieg von Ryoyu Kobayashi auf Podium - Karl Geiger behält Gelbes Trikot
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Publiziert 27/11/2021 um 18:25 GMT+1 Uhr
Markus Eisenbichler hat sich dank eines bärenstarken Sprungs im zweiten Durchgang Platz drei beim Weltcup im finnischen Ruka gesichert. Der 30-Jährige landete mit 136,5 m und 132 m (304,4 Punkte) hinter Tagessieger Ryoyou Kobayashi, der auf 138,5 m und 143 m kam (324,5) kam, und Anze Lanisek. Der Slowene sprang auf 141 und 140 Meter (318,9). Karl Geiger wurde mit 132,5 m und 129 m guter Fünfter.
Markus Eisenbichler beim Weltcup in Ruka
Fotocredit: Imago
Als Markus Eisenbichler mit Schwung auf das Podest hüpfte, klatschte Kumpel Karl Geiger begeistert Beifall. Der Führende im Gesamtweltcup war zwar erstmals in dieser Saison bei einer Siegerehrung nur Zuschauer, lächelte aber trotzdem zufrieden. Denn während Eisenbichler mit Rang drei im finnischen Ruka die Podest-Serie der deutschen Skispringer fortsetzte, verteidigte Geiger als Fünfter das Gelbe Trikot erfolgreich.
"Mit Platz fünf bin ich sehr zufrieden, mit den Sprüngen nicht ganz so. Aber wenn ich mich über einen fünften Platz beschweren würde, dann weiß ich auch nicht mehr", sagte Geiger im ZDF.
Zwar riss bei dem Skiflug-Weltmeister nach saisonübergreifend sechs Podien in Folge eine starke Serie. Mit 225 Punkten liegt Geiger in der Gesamtwertung dennoch vor Ryoyu Kobayashi (180), der seinen ersten Saisonsieg holte. Nur noch Dritter ist der bereits in der Qualifikation gescheiterte Norweger Halvor Egner Granerud (160).
Mann des Tages war aus deutscher Sicht aber Eisenbichler. Der sechsmalige Weltmeister, der auf der Rukatunturi-Schanze im Vorjahr Erster und Zweiter geworden war, lag zur Halbzeit noch auf Rang fünf. Bei schwierigen Bedingungen im zweiten Durchgang machte der Bayer noch Boden gut und verbuchte sein bestes Saisonergebnis.
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"Granate!" Eisenbichler mit Klassesprung aufs Podium
Quelle: Eurosport
"Damit habe ich nicht gerechnet. Ich bin echt glücklich, dass es für das Podest gereicht hat", sagte Eisenbichler. Vor dem Wettkampf hatte er noch berichtet, nicht gerade "vor Selbstvertrauen zu strahlen". Dann aber zündete er einen ganz starken zweiten Sprung auf 132,0 m. "Wir sind sehr zufrieden, haben das Podest noch geschafft", sagte auch Bundestrainer Stefan Horngacher.
Schuster schwärmt von Kobayashi-Sprung
Kobayashi gewann derweil nach einem noch stärkeren zweiten Flug auf sogar 143,0 m vor dem Slowenen Anze Lanisek, der nach dem ersten Durchgang noch geführt hatte. Geiger, Granerud, jetzt Kobayashi - drei verschiedene Sieger in den ersten drei Springen hatte es zuletzt 2017/18 gegeben.
Überragender Mann des Abends aber war Kobayashi, der im zweiten Durchgang einen Weltklassesprung auspackte und sich damit klar durchsetzte. "Ein fantastischer Sprung. Ryoyu hatte eine tolle Höhe und eine unglaubliche Geschwindigkeit", erklärte der ehemalige Bundestrainer Werner Schuster, der das Springen als TV-Experte für Eurosport begleitete.
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"Der war unfassbar": Kobayashi fliegt der Konkurrenz davon
Quelle: Eurosport
Bei Geiger riss derweil die Podest-Serie. Der Skiflug-Weltmeister musste sich nach saisonübergreifend sechs Podien in Folge mit Rang fünf begnügen. "Man hat es an der Körpersprache gesehen, dass der Karl damit nicht 100-prozentig zufrieden ist", so Schuster.
Paschke überzeugt
Pius Paschke sprang im zweiten Durchgang noch von Rang zwölf auf Rang sieben. Constantin Schmid folgte an seinem 22. Geburtstag auf dem 13. Rang. Auch der lange verletzten Stephan Leyhe schaffte es als 25. in die Punkte - anders als der zweimalige Olympiasieger Andreas Wellinger auf Rang 31.
"Es war ein guter Schritt in die richtige Richtung", sagte Paschke. "Der erste Sprung war noch nicht ganz so gut, aber der zweite war besser."
"Ich bin sehr zufrieden", bilanzierte Schmid. "Ich bin mit zwei guten Sprüngen in den Top 15. Der Tag hätte nicht besser laufen können."
Nicht am Start war völlig überraschend Granerud. Der bisherige Zweite im Gesamtweltcup hatte am Freitag als 53. der Qualifikation den Sprung unter die besten 50 verpasst. "Das ist wirklich selten, dass so etwas passiert", sagte Norwegens Nationaltrainer Alexander Stöckl.
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(SID)
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