Martin Schmitt sieht Tournee-Chancen bei Andreas Wellinger und schreibt Markus Eisenbichler noch nicht ab

Ex-Skisprung-Weltmeister Martin Schmitt traut Andreas Wellinger bei der nahenden Vierschanzentournee den Angriff auf Topfavorit Stefan Kraft zu. "Er ist vom Typ einfach bereit, so eine Wettkampfserie zu gewinnen", sagte der 45-Jährige bei "Sport.de": "Er kann bis zur Tournee schon der Mann sein, der Stefan Kraft herausfordert." Wellinger stand im Weltcup zuletzt drei Mal in Folge auf dem Podest.

Wellinger fordert Kraft: Der Showdown in Lillehammer

Quelle: Eurosport

Nach ganz oben reichte es aber nicht, weil der Österreicher Kraft alle vier Wettkämpfe des Winters gewann. Die Formkurve zeige aber klar "nach oben".
"Er ist letzten Winter schon gut gesprungen, hat Selbstvertrauen getankt und jetzt sicher auch von dem Schwung im ganzen deutschen Team profitiert", meinte der Eurosport-Experte: "Nach ein paar schwierigen Jahren braucht es etwas, bis das Selbstvertrauen wieder bei 100 Prozent ist."
Schmitt hat zudem auch Karl Geiger auf dem Zettel: "Von ihm wissen wir, er kann sich bis zum Höhepunkt noch mal richtig pushen. Vielleicht haben wir ja zwei Eisen im Feuer."
Geiger habe "im Sommer schon größere Schwierigkeiten und Probleme" gehabt, "sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen", so Schmitt: "Er ist einfach ein wahnsinnig akribischer Arbeiter. Er tüftelt sich rein und versucht, eine Lösung zu finden."

Schmitt: Eisenbichler nicht abschreiben

Ganz abgeschrieben hat Schmitt auch Markus Eisenbichler noch nicht. Der 32-Jährige, der am Wochenende im Continental Cup startet, gibt wohl spätestens zur Tournee sein Saisondebüt im Weltcup, da Bundestrainer Stefan Horngacher in der Qualifikation von Oberstdorf (28. Dezember) auch eine nationale Gruppe an den Start schicken darf.
"Auch er ist an einem guten Tag ja immer für ein Podest gut. Die Gesamtstärke des Teams wird bei der Tournee sehr hilfreich sein, wenn es um den Einzelsieg geht", sagte Schmitt.
Bislang letzter deutscher Sieger bei der Vierschanzentournee ist noch immer Sven Hannawald, der 2001/02 als erster Springer sogar alle vier Einzelspringen gewann. Seit 2015 haben es fünf verschiedene DSV-Adler auf das Podest geschafft - Wellinger, Geiger, Eisenbichler, Severin Freund und Stephan Leyhe -, für ganz nach oben reichte es aber nicht.
(mit SID)
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Wellinger krönt erfolgreichen DSV-Auftakt mit Podestplatzierung

Quelle: Eurosport

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