Wie ein schwerer Sturz die Skisprung-Karriere von Silje Opseth rettete: "Dann begann sich alles zu normalisieren"

Im Januar 2025 stürzte Skispringerin Silje Opseth beim Weltcup in Sapporo und zog sich eine schwere Knieverletzung zu. Ein Rückschlag, der aber offenbar ihre Karriere gerettet hat. Durch die lange Ausfallzeit habe sie die dringend benötigte Zeit erhalten, um mit ihren mentalen Problemen fertig zu werden, wie die Norwegerin im Interview mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk "NRK" erklärte.

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Quelle: Eurosport

Im Jahr 2024 hatte Opseth laut "NRK" mehr Sport getrieben und weniger gegessen als sonst, nahm jedoch weiter zu. Dies stürzte sie in eine tiefe Krise, ein mögliches Karriereende stand im Raum.
"Mein Körper reagierte irgendwie, er speicherte einfach alles und ich nahm zu, obwohl ich abnehmen sollte. Dann verletzte ich mir auch noch das Knie und die Saison war vorbei", berichtete Opseth.
Doch ihr Sturz führte überraschenderweise zu einem positiven Effekt. "Danach konnte ich mich ein wenig entspannen und beruhigen. Ich konnte nicht mehr so trainieren wie früher - und dann begann sich alles zu normalisieren", sagte die 26-Jährige.
"Das vergangene Jahr war eine Reise und ein Kampf. Aber was mich am meisten Zeit gekostet und mir Kopfzerbrechen bereitet hat, war meinen Weg zurück zur Sicherheit zu finden", führte die sechsmalige Landesmeisterin aus.
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Silje Opseth (r.) hat wieder Freude am Skispringen.

Fotocredit: Getty Images

Opseth: "Schlimmsten Stress abgeschüttelt"

Neue Sicherheit gab ihr dabei auch der Umzug von Oslo nach Trondheim. Dort lebt Opseth inzwischen mit ihrem Partner zusammen und trainiert in einer Gruppe, zu der Eirin Maria Kvandal, Johann André Forfang und Halvor Egner Granerud gehören.
"Es war etwas einfacher, mich an die sichere, gute Basis zu halten. Und ich weiß auch, dass sie hinter mir stehen und wir gemeinsam daran arbeiten, egal ob es bergauf oder bergab geht, sodass ich mich viel wohler fühle", betonte die Skispringerin.
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Silje Opseth (r.) trainiert mit Eirin Maria Kvandal (M.) zusammen.

Fotocredit: Getty Images

Mittlerweile habe sie den "schlimmsten Stress abgeschüttelt" und spüre, dass der "Kopf jetzt langsam, aber sicher wieder in die Spur kommt". Die "Freude am Leben" sei zurück, so Opseth.
Sportlich ging es in den vergangenen Monaten ebenfalls aufwärts. So kehrte die Norwegerin in dieser Saison nicht nur in den Weltcup zurück, sondern konnte auch bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Predazzo teilnehmen: Dort sprang sie von der Großschanze auf Platz fünf, während es von der Normalschanze für Rang zwölf reichte.
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Quelle: Eurosport


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