Wörtlich schrieb Toni Innauer: Es gehe "am Kern einer ausgewogenen und verantwortungsvollen Beurteilung vorbei, wenn physikalisch-biomechanische Zusammenhänge und Unterschiede und die dadurch drohende Gefahr fahrlässig negiert werden und schwerpunktmäßig eine Gleichstellungsdebatte daraus gemacht" werde.
Ein Komitee der FIS hatte einstimmig beschlossen, dass die Frauen bei der Raw-Air-Serie im Frühjahr 2023 im norwegischen Vikersund vom Weltrekord-Bakken fliegen dürfen. Innauer spricht von "wichtigen biomechanischen, medizinischen und ethisch moralischen Argumenten", die der Entscheidung entgegenstünden.
"Der relevante Unterschied zu ihren männlichen Sportkollegen liegt nicht so sehr in der sportlichen Leistungsfähigkeit, sondern in den zu erwartenden Problemen bei einem typischen Skiflugsturz, wie ihn Daniel-André Tande oder Thomas Morgenstern in jüngster Zeit erlebt hatten", schrieb der 64-Jährige. Der Körper einer Skispringerin, wie bei den Männern "auf Leichtgewicht getrimmt", sei "aufgrund des geschlechtsspezifisch geringeren Muskelanteils am Gesamtkörpergewicht weniger widerstandsfähig".
Lillehammer
Raw-Air-Tour 2023: Wettkämpfe von Trondheim nach Lillehammer verlegt
17/06/2022 UM 14:24
Im Mai hatte die FIS-Kommission für zwei Frauen-Springen in Vikersund gestimmt, daran beteiligt war auch der frühere deutsche Frauen-Bundestrainer Andreas Bauer. Damals sagte er: "Wir haben uns die Entscheidung für das Skifliegen der Frauen nicht leicht gemacht und ein paar Hürden eingebaut. Auf der einen Seite hat man die Gleichberechtigungsdebatte und auf der anderen Seite steht die Sicherheit."
Das könnte Dich auch interessieren: Lundby erhebt schwere Vorwürfe gegen Schlierenzauer - der wehrt sich
(SID)

Von Platz acht auf eins: Kubacki fliegt mit Tagesbestweite zum Sieg

Skispringen
Team-Olympiasieger Kraus beendet seine Karriere
13/06/2022 UM 14:35
Skispringen
Hybrid-Modell mit Eisspur und Matte? Kraft mag's gar nicht
05/06/2022 UM 14:36