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Skiflug-WM: Karl Geiger führt DSV-Aufgebot in Vikersund an - Eisenbichler, Freund und Co. kämpfen um Medaillen
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Publiziert 09/03/2022 um 11:20 GMT+1 Uhr
Titelverteidiger Karl Geiger führt das Aufgebot des Deutschen Skiverbandes (DSV) bei der am Donnerstag beginnenden Skiflug-WM im norwegischen Vikersund an. Bundestrainer Stefan Horngacher reiste mit dem kompletten Team an, neben Geiger werden Markus Eisenbichler, Severin Freund, Stephan Leyhe, Constantin Schmid und Andreas Wellinger am Training teilnehmen.
Karl Geiger führt Aufgebot des Deutschen Skiverbandes bei Skiflug-WM in Vikersund an
Fotocredit: Getty Images
Der Gedanke an den "Monster-Bakken" bringt Karl Geiger schon vor dem ersten 250-Meter-Flug ins Schwärmen. Die Vierschanzentournee mag spannend sein, Olympia sowieso, doch richtig rund geht es erst ab Donnerstag auf der größten Schanze der Welt. "Skifliegen, das macht etwas mit einem. Erst recht als Titelverteidiger bei einer WM", sagt der Bayer vor dem Titelkampf für die besonders Tollkühnen im norwegischen Vikersund.
Adrenalin, Ekstase, aber auch Angst warten auf Geiger und Co., wenn es erstmals in diesem Winter auf eine der nur noch vier Flugschanzen geht. Der Vikersundbakken ist die größte dieser Anlagen und wird seinem Spitznamen "Monster-Bakken" seit jeher gerecht. Nicht zuletzt, weil der Österreicher Stefan Kraft hier im März 2017 mit 253,5 Metern den noch immer gültigen Weltrekord aufstellte.
Wer in den insgesamt vier Durchgängen bis Samstag Gold holen will, braucht also Nerven wie Drahtseile. So wie Geiger, der im Dezember 2020 in Planica Gold holte. "Skifliegen ist jedes Jahr wieder neu. Manchmal ist es wie verhext, da fliegt man einfach - und manchmal einfach nicht. Ich hoffe, dass Markus und ich ins Segeln kommen", sagt er.
Denn neben Geiger darf sich auch der zuletzt formstarke Markus Eisenbichler etwas ausrechnen. Seit 2017 hält der Bayer mit 248,0 m den deutschen Rekord, zudem kam "Eisei" zuletzt immer besser in Form. Vikersund sei sein eigentliches Highlight der Saison, hatte der Bayer schon im Herbst betont - trotz Tournee, trotz Peking. "Der Markus ist im Kommen für die Königsklasse des Skispringens", sagt auch Bundestrainer Stefan Horngacher.
Eisenbichler: "In der Team-Entscheidung Rechnung offen"
Aber: Weder Geiger noch Eisenbichler haben in ihrer Karriere bislang einen Podestplatz in Vikersund geschafft. Ganz anders Severin Freund. Der 33-Jährige gewann hier den Weltcup 2015, noch bessere Erinnerungen hat er aber an die Skiflug-WM 2012. Damals wurde Freund als aufgehender Stern des deutschen Skispringens Vierter im Einzel und holte Silber mit dem Team. "Skifliegen in Norwegen - das macht etwas anderes mit einem als Olympische Spiele in Peking", sagt Freund daher auch.
Ein erneuter Coup durch Freund wäre indes ein Wunder, auch wenn Horngacher betont, dass der Altmeister sich "wirklich auf das Skifliegen vorbereitet habe" und auf den ganz großen Schanzen "manchmal Dinge mit Menschen passieren, die einem Flügel wachsen lassen."
Am Ende werden es aber wohl vor allem Geiger und Eisenbichler richten müssen, auch im Teamwettkampf am Sonntag. Eisenbichler sagt nach Rang vier im Jahr 2018 und dem knapp verpassten Gold 2020:
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(SID)
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"Der Befreiungs-Karl": Geiger gelingt Aufholjagd im Finale
Quelle: Eurosport
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