Videobeweis im Skispringen laut FIS-Renndirektor Pertile beschlossen - Test beim Weltcup in Klingenthal durchgeführt

Im Skispringen soll in Zukunft der Videobeweis eingesetzt werden. Das sagte FIS-Renndirektor Sandro Pertile gegenüber dem TV-Sender "NRK". Die technischen Hilfsmittel sollen den Punktrichtern bei der Überprüfung der Landung helfen. Bisher mussten sich die fünf Jurymitglieder meistens auf ihren ersten Eindruck verlassen, je nach Blickwinkel und Entfernung zum Aufsprunghang eine schwierige Aufgabe.

Karl Geiger

Fotocredit: Getty Images

Auch das Benutzen der TV-Zeitlupe, zeitweise erlaubt, führte nicht immer zu gewünschten Ergebnissen, da auch diese stark davon abhängig war, in welchem Blickwinkel die Kameras den Aufsprunghang eingefangen haben.
"Wir möchten ein System entwickeln, um den Punktrichtern bei ihrer Arbeit unter die Arme zu greifen. Die Idee ist, einen Bildschirm zu installieren, auf dem ständig eine TV-Kameraperspektive zu sehen ist, in der sich die Richter die Landesequenz nochmals ansehen können", so Pertile beim "NRK".
Von Kampfrichterseite herrschte Zustimmung für die Pläne der FIS. "Schließlich wenden die Athletinnen und Athleten für diesen Teil des Sprungs enorm viel Energie auf. Es wäre also ein Versäumnis, wenn es kein gutes Tool gäbe, um über den Ausgang von Springen zu entscheiden", wird der Norweger Tom Normann bei "Skispringen.com" zitiert.
Beim Weltcup in Klingenthal sei das System bereits getestet worden, so Pertile. Bald solle es so oft wie möglich zum Einsatz kommen.
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Quelle: Eurosport

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