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Skispringen: Richard Freitag verpasst Sieg nach Führung bei Weltcup-Auftakt in Wisla
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Publiziert 19/11/2017 um 16:49 GMT+1 Uhr
Richard Freitag hat den möglichen Sieg im ersten Weltcup-Einzelspringen des Olympia-Winters verpasst. Nach Führung zur Halbzeit fiel er im Finaldurchgang von Wisla noch auf Platz vier zurück. Strahlender Sieger in Polen war Junshiro Kobayashi aus Japan, der sich vor Lokalmatador Kamil Stoch und Stefan Kraft (Österreich) durchsetzte. Freitag fehlten 7,4 Punkte zum Sieg und 4,6 Zähler zum Podest.
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"Das ist richtig schön. Ich habe mich im Herbst gut rangearbeitet und bin froh, das endlich einmal direkt in den Winter mitzunehmen", sagte Freitag, dem am Ende umgerechnet vier Meter zum Podium fehlten, im ZDF. Freitag wartet seit seinem Erfolg beim Vierschanzentrournee-Springen in Innsbruck am 4. Januar 2015 auf einen Sieg.
Der 26-jährige Freitag lag nach dem ersten Durchgang in Führung, musste sich nach Flügen auf 126,0 und 120,0m aber mit dem vierten Platz begnügen, während Newcomer Kobayashi den ersten Sieg seiner Karriere feierte.
Bundestrainer Werner Schuster war voll des Lobes. "Der Wettkampf war erste Sahne. Das war ein super Auftakt für ihn, er hat das ganze Wochenende eine tolle Leistung gebracht", sagte der Österreicher: "Richard hat gute Chancen, wieder an seiner alte Form anzuknüpfen. Und dann ist er brandgefährlich."
DSV-Springer glänzen mit Breite
In Abwesenheit des verletzten Ex-Weltmeisters Severin Freund überzeugten die DSV-Adler vor allem in der Breite. Der hoch gehandelte Vizeweltmeister Andreas Wellinger landete auf Rang neun, knapp dahinter folgten Stephan Leyhe und Pius Paschke auf den Plätzen zehn und zwölf. Für Paschke war es das mit Abstand beste Ergebnis seiner Karriere. "Insgesamt war das ein guter Start", sagte Schuster.
Markus Eisenbichler kam nicht über Rang 15 hinaus, auch Karl Geiger und David Siegel sammelten auf den Plätzen 17 und 23 Weltcup-Punkte.
Schrecksekunden nach Stürzen
Mehrere prominente Namen erwischten dagegen einen Fehlstart. Peter Prevc, der schon im vergangenen Winter vergeblich seine einstige Topform gesucht hatte, kam nicht über den 20. Rang hinaus und war damit noch immer bester Slowene. Erst gar nicht in den zweiten Durchgang schafften es Japans Altmeister Noriaki Kasai (45), der viermalige Olympiasieger Simon Ammann (Schweiz) und der Tscheche Roman Koudelka.
Schrecksekunden gab es bei Stürzen von Denis Kornilow (Russland) und Daiki Ito (Japan), beide kamen aber glimpflich davon. Der eisige Hang hatte bereits am Freitag für Probleme gesorgt, als der Tscheche Vojtech Stursa gestürzt war. "Ich weiß, dass es nicht einfach ist, einen Wettkampf bei 15 Grad auszutragen - aber es ist auch Unsinn, das überhaupt zu tun. An erster Stelle sollte die Sicherheit stehen und nicht das Geld", so Stursa.
Im Teamspringen am Samstag hatten Wellinger, Eisenbichler, Freitag und Leyhe nur Rang vier belegt. Der Sieg ging an Norwegen vor den punktgleichen Teams aus Polen und Österreich. Weiter geht es am kommenden Wochenende mit zwei Wettkämpfen im finnischen Kuusamo.
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