Raw Air 2024: Stefan Kraft triumphiert bei österreichischem Vierfachsieg - Daniel Tschofenig und Jan Hörl auf Podest

Österreich feiert einen Vierfachsieg beim Raw-Air-Springen im norwegischen Trondheim. Stefan Kraft setzte sich nach Sprüngen auf 137,5 und 134 Meter vor seinen Landsleuten Daniel Tschofenig, Jan Hörl und Daniel Huber durch. Pius Paschke und Philipp Raimund landeten als beste Deutsche auf den Rängen elf und 13. Andreas Wellinger fuhr mit Platz 28 sein schlechtestes Saisonergebnis ein.

ÖSV-Adler unaufhaltsam: Kraft springt Vierfachsieg nach Hause

Quelle: Eurosport

Andreas Wellinger grummelte nach einem Tag zum Vergessen vor sich hin, Philipp Raimund landete beim Angriff auf das Podest kopfüber im Schnee: Die deutschen Skispringer haben zum Abschluss der Raw-Air-Station in Trondheim einen schwarzen Tag erwischt. Nur der zuletzt so schwache Karl Geiger hatte nach einem Lebenszeichen Grund zur Freude.
"Ich habe mich einfach nicht gut auf die Schanze eingestellt. Das ist mir gestern schon schwergefallen, aber da habe ich noch den Schritt in den Wettkampf geschafft", gab Wellinger im "ZDF" zu, nachdem er bei Österreichs Vierfachsieg mit dem Tageserfolg von Dominator Stefan Kraft als 28. sein schlechtestes Ergebnis seit einem knappen Jahr kassiert hatte.
Im Springen von der Normalschanze hatte der Olympiasieger am Dienstag noch Platz vier belegt. Diesmal verspielte er mit 119,5 m schon im ersten Durchgang alle Chancen, als 30. schaffte er nur hauchdünn den Einzug ins Finale - dort reichten 130,0 m aber nicht mehr zu einer nennenswerten Aufholjagd.
Raimund, am Vortag schon starker Sechster, lag zur Halbzeit mit Platz fünf nah an den Allerbesten, wollte dann aber zuviel. Nach der Landung bei 136,5 m haute es den Oberstdorfer in den Schnee, immerhin blieb er unverletzt, fiel aber auf Platz zwölf zurück. "Es war eher mein Fehler, ich wollte jeden Meter rauskitzeln", sagte Raimund ehrlich.
picture

Raimund stürzt und wirft Top-Platzierung weg

Quelle: Eurosport

Karl Geiger zeigt Aufwärtstrend

Bester Deutscher beim Premieren-Wettkampf auf der neu errichteten großen Granasen-Schanze war somit Pius Paschke auf Platz zehn. Die überragenden Österreicher waren weit entfernt: Kraft setzte sich bei seinem zwölften Saisonsieg und 42. Karriere-Erfolg mit Sprüngen auf 137,5 und 134,0 m (291,8 Punkte) vor Daniel Tschofenig (290,8) und Jan Hörl (288,8) durch.
Für den weitesten Sprung des Tages sorgte aber ausgerechnet der waidwunde Geiger mit 140,0 m im zweiten Durchgang, was ihn noch auf Platz 16 nach vorne brachte. Zuvor hatte der fünfmalige Weltmeister viermal in Folge den zweiten Durchgang verpasst, das war ihm zuletzt vor acht Jahren passiert.
picture

"Das Lachen ist zurück": Geiger haut richtig einen raus

Quelle: Eurosport

"Der Sprung tat mir mehr gut als mancher Podestplatz", sagte Geiger: "Das hat Spaß gemacht, da merkt man, warum man den Sport so liebt."
In der Raw-Air-Wertung, deren Gewinner 60.000 Euro kassiert, führt Kraft ebenso souverän wie im Gesamtweltcup. Wellinger ist trotz seines schwachen Wettkampfs der dritte Platz im Weltcup kaum noch zu nehmen.
Zum Raw-Air-Abschluss wartet nun die größte Schanze der Welt. Ab Freitag geht es zum Fliegen nach Vikersund, auf dem Monsterbakken hat Kraft 2017 mit 253,5 m den noch gültigen Weltrekord aufgestellt. Wellinger hat indes dort noch Nachholbedarf: Weder im Weltcup noch bei einer WM ist er in Vikersund schon in den Top 10 gelandet.
(SID)
picture

Raimund setzt Ausrufezeichen in erstem Durchgang

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung