Highlights: Althaus und Co. setzen deutsche Mixed-Dominanz fort
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Andreas Wellinger fiel Schanzen-Queen Katharina Althaus um den Hals, dann stürzten sich auch Karl Geiger und Selina Freitag ausgelassen in das Gold-Knäuel: Mit dem erneuten Triumph im Mixed haben die deutschen Skispringer ein denkwürdiges WM-Wochenende in Planica gekrönt.
"Wir wussten, dass wir es drauf haben. Aber das wir jetzt ganz oben stehen ist verrückt", sagte Wellinger keine 24 Stunden nach seinem Silber-Coup im Einzel im Interview bei Eurosport.
"Es ist das Größte, mit der Mannschaft zusammen zu gewinnen. Wahnsinn, was hier passiert ist", sagte auch Geiger angesichts der deutschen Schanzenparty in Slowenien am "ZDF"-Mikrofon.
Schon am Samstag hatte das DSV-Team einen kompletten Medaillensatz geholt: Erst flog das
Frauen-Team um Seriensiegerin Althaus zu Gold, am Abend legten
Wellinger mit Silber und Geiger mit Bronze nach.
Althaus-Sprung wird zum Gamechanger
Gold im Mixed war beinahe die logische Folge, zumal Deutschland schon bei den vorherigen vier Weltmeisterschaften nicht zu schlagen gewesen war. Am Ende lag das DSV-Quartett mit 1017,2 Punkten vor Norwegen (1004,5) und Olympiasieger Slowenien (1000,4).
Fünftes Mixed-Gold in Folge! Wellinger behält im Showdown die Nerven
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"Wieder Mixed-Gold für das deutsche Team. Das ist ein Traum. Das war ein hartes Stück Arbeit heute bei ganz schwierigen Bedingungen. Sie haben bestanden und in Teilen auch gezaubert", lobte Eurosport-Experte Martin Schmitt den Auftritt der deutschen Mannschaft.
Geiger sprach von einem "sehr engen Wettkampf" und einer Schlüsselszene. "Katharinas zweiter Sprung war so ein bisschen der Gamechanger. Der Sprung war richtig gut. Sie hat die Lücke geschlossen und Andi für den letzten Sprung geholfen", sagte der Oberstdorfer bei Eurosport.
Geiger und Freitag im Doppel-Interview: "Althaus war der Gamechanger"
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Althaus bescheiden: "Jeder hat toll abgeliefert"
Althaus selbst kommt nach ihrem dritten Gold in Planica aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus. "Ich kann es nicht glauben. Es ist völlig verrückt. Der zweite Sprung war so gut", strahlte die 26-Jährige am Eurosport-Mikrofon.
"Bestes Team aller Zeiten": Althaus schwärmt nach Mixed-Gold
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Angesprochen auf das Sonderlob ihrer Teamkolleg*innen entgegnete sie: "Das war das ganze Team. Jeder hat toll abgeliefert. Ich denke, es ist das beste Team überhaupt."
Auch wenn Althaus selbst die Teamleistung hervorhob, an den Lobeshymnen für ihre Leistung änderte dies natürlich wenig. Martin Schmitt stimmte in diesen Lobeschor ebenfalls mit ein. "Das war Wahnsinn. Nach dem Sprung von Timi Zajc hatte man das Gefühl, dass das Momentum auf slowenischer Seite war. Da war Euphorie zu spüren. Doch dann kam die große Stunde der Katharina Althaus", sagte der Team-Olympiasieger von 2002 über den entscheidenden Moment in der dritten Gruppe des zweiten Durchgangs.
102 Meter mit Telemark! Althaus bringt Deutschland in Führung
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Schmitt schwärmt von Althaus: "Sie hat den Sprung runter gezaubert"
Mit einem fantastischen Sprung auf 102 Meter und einem traumhaften Telemark brachte Althaus das deutsche Team an Norwegen und Slowenien vorbei von Rang drei auf eins. "Sie hat den Sprung runter gezaubert. Es war dynamisch und technisch perfekt. Vor allem hat sie unten im hohen Weitenbereich einen blitzsaubere Landung gesetzt", schwärmte Schmitt. "Sie ist von den Kampfrichtern zurecht mit hohen Noten um 19,5 belohnt worden. Das war der Grundstein", erklärte er weiter.
Schmitt analysiert Mixed-Triumph: "Katharina Althaus hat gezaubert"
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Auch Bundestrainer Stefan Horngacher zeigte sich beeindruckt: "Andis letzter Sprung war überragend, er hat es super gemacht. Die Katha hat einen Flug hingelegt, der war gewaltig. Den Titel verteidigt, unglaublich."
Geiger setzte übrigens eine verrückte Serie fort: In seinem zehnten WM-Wettkampf holte der 30-Jährige seine neunte Medaille. "Das ist schon Wahnsinn. Weltmeisterschaften scheinen mir irgendwie zu liegen", sagte der Oberstdorfer.
Katharina Althaus (2. v. r.) schreit ihre ganze Freude über Gold im Mixed heraus. Selina Freitag (l.) und Karl Geiger jubeln mit ihr
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Andreas Wellinger krönt in Planica seine Rückkehr an die Spitze
Das galt auch für Wellinger, der 2017 schon zweimal Silber gewonnen hatte. 2019 hatte ihn dann ein Kreuzbandriss für viele Jahre zurückgeworfen, in Planica kehrte er nun umso beeindruckender zurück.
"Ich habe immer an mich geglaubt und bin zum Glück endlich belohnt worden", sagte Wellinger, der am Samstag auf dem Podest mit Geiger und dem polnischen Weltmeister Piotr Zyla um die Wette strahlte. Noch bei der Vierschanzentournee hatten die DSV-Adler durch die Bank enttäuscht, nun gelang sogar das erste Doppelpodest bei einer WM seit 2019.
"Das ist verrückt!" Wellinger kann Gold-Coup kaum glauben
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Auch Horngacher fiel nach dem doppelten Medaillen-Coup im Einzel ein Stein vom Herzen. "Der Stein ist riesig, der fällt immer noch. Wir haben eine schwierige Saison hinter uns, aber haben nie aufgegeben", sagte der Österreicher, der nach der Tournee ebenfalls in die Kritik geraten war. Auch der Sieg von Althaus zum WM-Auftakt am Donnerstag habe der Mannschaft aber einen "Push" gegeben.
Nordische Ski-WM: Althaus bricht fleißig Rekorde
Jene Althaus brach am Wochenende in Planica reihenweise Rekorde: Als erste Skispringerin der Geschichte hat die Allgäuerin sieben Goldmedaillen gesammelt, in der Liste der erfolgreichsten Weitenjäger hat sie nur noch den Österreicher Thomas Morgenstern (acht Titel) vor sich.
Dreimal Gold bei einer WM hatte aus deutscher Sicht bislang nur Kombinierer Johannes Rydzek 2017 in Lahti geholt.
"Das ist natürlich Wahnsinn", sagte Althaus bereits am Samstag. Noch im Auslauf stimmte sie gemeinsam mit Freitag, Luisa Görlich und Anna Rupprecht den Hit des Wochenendes anstimmte: "Die Nummer eins der Welt sind wir", sang das Quartett auch wenige Stunden später, als nach der Siegerehrung die Medaillen um den Hals hingen. Widersprechen konnte da kaum jemand.
(mit SID)
Freudentränen im Auslauf: Mixed-Gold sorgt für große Emotionen
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