Nordische Ski-WM 2025: Wird Andreas Wellinger nach Norwegen-Skandal doch Weltmeister? Sandro Pertile lässt aufhorchen

Andreas Wellinger hat bisher zwei goldene WM-Medaillen in seinem Repertoire - beide im Mixed-Team. Gut möglich, dass bald noch eine im Einzel von der Normalschanze dazukommt. Der 29-Jährige war in Trondheim Anfang März überraschend zu Silber gesprungen. Der Betrugsskandal der Norweger könnte diese Wertung jetzt durcheinanderwerfen: Besser als Wellinger war nämlich nur der Norweger Marius Lindvik.

Die Entscheidung von der Normalschanze: Wellinger holt Silber

Quelle: Eurosport

Eigentlich hatte der Internationale Skiverband FIS unmittelbar nach Bekanntwerden des Skandals noch ausgeschlossen, Titel nachträglich abzuerkennen und entsprechend neu zu vergeben. Bei Renndirektor Sandro Pertile klingt das nun aber ganz anders.
"Wir wussten an dem Samstagabend nicht, was passiert ist. Man muss die ganze Situation verstehen und verstehen, wann diese Manipulation angefangen hat", erklärte der Italiener der "Deutschen Presse-Agentur" und betonte: "Die Entscheidungen werden dann sehr konsequent sein."
Anonym aufgenommene Videos hatten unter anderem den norwegischen Trainer Magnus Brevig dabei gezeigt, wie er die Sprunganzüge der Norweger vor dem Wettkampf auf der Großschanze manipuliert hatte.
Für das WM-Springen von der Großschanze waren die norwegischen Topspringer Lindvik und Johann André Forfang bereits disqualifiziert worden - passiert das gleiche nun nachträglich für den Wettkampf auf der Normalschanze, würden gleich zwei Deutsche direkt profitieren.

Weltmeister Wellinger? Klarheit im Sommer

Silbermedaillengewinner Wellinger würde zum Weltmeister aufsteigen, Karl Geiger würde vom vierten Platz auf den Bronze-Rang klettern.
Die Situation ist unübersichtlich: Die gesperrten Springer bestreiten ihr Mitwissen, Sportchef Jan-Erik Aalbu betont, dass nur dieser eine Wettkampf manipuliert gewesen sei. Eine externe Kommission soll nun für Aufklärung sorgen.
Wellinger glaubte im Interview mit dem "BR" zuletzt nicht an einen nachträglichen WM-Titel. "Ich glaube, es wird keine Änderungen geben, weil der Nachweis erst am Samstag auf der Großschanze durch die Manipulationen aufgekommen ist", erklärte der gebürtige Traunsteiner.
Bis die Kommission zu einem Ergebnis gekommen ist und entsprechende Konsequenzen verhängt werden können, dürfte es bis zum Sommer dauern. "Erst brauchen wir Fakten auf dem Tisch", sagte Pertile.
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Quelle: Eurosport


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