Snooker | Rolf-Kalb-Blog: Ronnie O'Sullivan mit Trick - Judd Trump weiter mit Vollgas bei English Open

Nach dem Geldregen in Saudi-Arabien geht es für die World Snooker Tour nun bei den English Open in Brentwood in gewohnten Gefilden weiter. Mit verbessertem neuen Modus und erhöhten Preisgeld wird aber auch bei der Home Nation Series einiges anders, und das hoffentlich vor vollen Zuschauerrängen. Darauf setzt Eurosport-Experte Rolf Kalb, wie er in seinem aktuellen Blog schreibt.

Die Entscheidung - Trump macht Titel bei English Open perfekt

Quelle: Eurosport

Trotz dem schwindelerregenden Preisgeld und all dem Glamour haftete dem Saudi Arabia Masters ja etwas Künstliches an. Das sollte sich bei den English Open wieder ändern. Zurück zu den Wurzeln, sozusagen. Und wenn dann die Tribünen gut besetzt sind, dann wird sich auch das von den Fans oft vermisste Feeling wieder einstellen.
Der Spieler der Saison ist bisher zweifelsohne Judd Trump. Der hat nicht nur die Spitze der Weltrangliste erobert (und wird sich dort eine Weile halten können). Trump hat bisher in dieser Saison 15 von 16 Matches gewonnen. Nur im Finale des Xi’an Grand Prix musste er sich Weltmeister Kyren Wilson geschlagen geben. Das ist wohl keine Schande.
Natürlich: Trump hat in Saudi-Arabien spielerisch über weite Strecken nicht unbedingt überzeugt, wie er auch selber unumwunden zugegeben hat. Umso brillanter war dann aber seine Clearance im entscheidenden Frame des Finales gegen Mark Williams. Unter extremem Druck war das großes Kino.
Trump hatte im Vorjahr ja mit seinem Triumph in Brentwood seinen goldenen Herbst eingeläutet. Auch jetzt wird er den Fuß nicht vom Gaspedal nehmen, da bin ich mir sicher. Für Trump gibt es keine unwichtigen oder wichtigen Turniere, wie er selber immer betont. Das nächste Turnier ist für ihn jeweils das Wichtigste. Jedes Turnier, zu dem er antritt, will er gewinnen. Und das macht ihn in meinen Augen gefährlich, immer.

Snooker: Murphy bleibt Wundertüte

Bei Kyren Wilson ist die Tendenz noch nicht klar erkennbar. In der Championship League hat er noch gewackelt. Das 0:6 in Shanghai gegen Zhou Yuelong mag dann ein Weckruf gewesen sein. Allerdings hat er sich auch in Riad nicht mit Ruhm bekleckert.
Zwischendurch hatte er aber beim Xi’an Grand Prix den Titel geholt. Damit hat er seinen Triumph bei der WM früh bestätigt. Dass er auf dem Weg zum Sieg Ronnie O’Sullivan und Judd Trump geschlagen hatte, machte die Sache noch süßer. Eines steht fest: Am mangelnden Arbeitsethos wird es beim "Warrior" nicht scheitern.
Von Ronnie O'Sullivan erwarte ich, dass er auch bei den English Open wieder oft mit links spielen wird. Das ist einfach seine Art, sich in eine besondere Konzentration zu zwingen und sich als Spieler wieder lebendig zu fühlen. In der Vergangenheit hat der Trick bei ihm durchaus schon mehrfach funktioniert, aber eben auch nicht immer.
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O'Sullivan gibt die Faust: Jiahui schmeißt "The Rocket" raus

Quelle: Eurosport

Eine Wundertüte ist im Moment für mich noch Shaun Murphy. Der "Magician" hat in herausragenden Matches all seine Magie gezeigt, Er hat aber auch schon einige bittere Niederlagen kassiert. Das fehlt noch die Konstanz, um nachhaltig erfolgreich zu sein. Bei ihm ist die Lücke zwischen Sahne-Form und Alltags-Form noch zu groß. Gefährlich bleibt er aber immer.
Ich erhoffe mir vom Kampf um die Steve Davis Trophy eine tolle Atmosphäre und erwarte viele spannende neue Erkenntnisse. Eurosport überträgt die Endrunden von Montag bis Sonntag ausführlich im linearen TV auf Eurosport 1 und Eurosport 2 sowie im Stream bei discovery+. Ich werde es gebannt vor dem Bildschirm verfolgen.
Herzliche Grüße
Ihr / Euer Rolf Kalb
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Maximum Break in Qualifikation: Fan Zhengyi glänzt in Brentwood

Quelle: Eurosport

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