British Open: Müder Titelverteidiger Mark Selby verliert gegen Martin O‘Donnell - Judd Trump gewohnt souverän

Titelverteidiger Mark Selby ist bei den English Open in der zweiten Runde gescheitert. Der sichtlich müde Selby unterlag Martin O’Donnell mit 2:4. Selby hatte erst am letzten Sonntag im Finale der British Open gestanden und bestritt am Dienstagabend schon sein zweites Match an diesem Tag. Am Nachmittag hatte er Xing Zihao noch mit 4:1 geschlagen. Am Abend war er dann aber am Ende seiner Kraft.

Was war das denn? Cahill mit seltsamem Foul

Quelle: Eurosport

Der Frust bei Mark Selby war so groß, dass er den letzten Frame gegen Martin O’Donnell aufgab, obwohl er noch keine Snooker brauchte. O’Donnell allerdings zeigte auch eine gute Leistung. Vor allem mit seinen lang gelochten Bällen verschaffte sich der Londoner immer wieder Chancen. Mit 2:0 war er in Führung gegangen.
Selby holte dann zwar seinen ersten Frame, doch mit einer 120 zum 3:1 sorgte O’Donnell für eine Vorentscheidung. Daran änderte auch das 2:3 von Selby nichts mehr. Als der im sechsten Frame Blau nach der letzten Roten verschoss schüttelte er umgehend dem überraschten O’Donnell die Hand.
Mark Williams dagegen präsentierte sich nur zwei Tage nach seinem Triumph bei den British Open frisch. Er ließ Ian Burns keine Chance und gewann sein Auftaktmatch in Brentwood mit 4:0; er spielte dabei Breaks von 75, 100, 62 und 95 Punkten. Williams steht damit in der zweiten Runde.
Luca Brecel spielte sich bei seinem 4:1 über Andy Hicks besser als noch am Tag zuvor. Der Weltmeister hatte sich schon im ersten Frame auf Maximum-Kurs gemacht, aber nach 120 Punkten fiel ihm bei Gelb auch der Spielball. Mark Allen gewann gegen Wu Yize ebenfalls mit 4:1. Wu holte seinen einzigen Frame dank einer 104.

Trump gewohnt souverän

Ungefährdet erreichte auch Judd Trump die Runde der letzten 32. Er steigerte sich ebenfalls gegenüber dem Vortag und schlug Scott Donaldson mit 4:1. Dabei schaffte er auch eine 140 und teilt sich damit das höchste Break des Turnieres mit Tom Ford und James Cahill.
John Higgins haderte nach seinem 4:2 über James Cahill mit der seiner Meinung nach zu hohen Fehlerquote. Cahill hatte mit 2:1 geführt, aber Higgins gewann die letzten drei Frames. Ding Junhui spielte gegen David Grace nur ein Break von mehr als 50 Punkten, gewann aber trotzdem mit 4:1. David Gilbert hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt und ging gegen Cao Yupeng mit 0:4 unter.
Ausgeschieden ist Barry Hawkins. Der Sieger des European Masters verlor trotz einer 134 gegen Graeme Dott mit 2:4. Dott überzeugte einmal mehr mit seinem unbändigen Willen, war aber auch spielerisch gut drauf. Robert Milkins lag gegen Adam Duffy mit 2:3 hinten, gewann dann dank Breaks von 129 und 64 Punkten doch noch mit 4:3.
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Kurioser Hosen-Zwischenfall: Ding muss ersten Frame abgeben

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