Kalb-Blog: Mark Williams überrascht sich selbst - bemerkenswerter Triumph bei den British Open

Mark Williams hat die British Open gewonnen. Das ist gleich in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert, meint Eurosport-Kommentator Rolf Kalb in seinem aktuellen Blog. Da ist zum einen sein Alter von 48 Jahren. Und auch die Art und Weise, wie er sich gegen Mark Selby durchgesetzt hat, war bemerkenswert. Williams hat sich selbst überrascht - er ist nämlich offensichtlich besser, als er glaubt.

Schwarz fällt, Titel fix! Williams gewinnt die British Open

Quelle: Eurosport

Mark Williams hat die British Open gewonnen, sein 25. Triumph bei einem Ranglisten-Turnier. Und dieser Sieg war aus mehreren Gründen bemerkenswert. Da ist zum einen natürlich sein Alter, 48 Jahre ist er alt. Er ist jetzt der zweitältester Turniersieger aller Zeiten. Ray Reardon war 50 Jahre alt, als er 1982 das Professional Players Tournament gewann.
Natürlich gehört man mit 48 Jahren noch nicht zum alten Eisen. Trotzdem muss man dem Alter Tribut zollen. Williams muss eigentlich eine Brille tragen. Aber er verzichtet darauf. Dass er sich das in einem Präzisionssport erlauben kann, erstaunt.
Natürlich betont er immer, er müsse niemandem etwas beweisen. Wenn er verliere, dann sei das okay und er freue sich auf die nächste Golfrunde. Das glaube ich ihm sogar. Aber das heißt nicht, dass er nicht gewinnen will.
Die Siegermentalität hat ihn nicht verlassen. Ohne seine Willenskraft hätte er das Finale in Cheltenham nicht gewinnen können.

Williams' Schlüssel zum Erfolg

"Ich kann es kaum glauben. Mit 48 Jahren ist das einer meiner besten Siege überhaupt", meinte er dann auch im Interview nach dem Match.
Und er gab auch zu, dass er selber nicht daran geglaubt hatte, noch einmal einen Titel gewinnen zu können. Der Mann weiß anscheinend nicht, wie gut er ist.
Auch spielerisch war der Sieg von Mark Williams bemerkenswert. Denn die entscheidenden Frames hat er nicht in seiner typischen Weise als "Welsh Potting Machine" gewonnen. Sein taktisches Spiel war am Sonntag das Entscheidende.
In Sachen Safety-Spiel hat er nicht nur mit dem Großmeister Mark Selby mitgehalten, sondern er war sogar besser. Das war der Schlüssel zum Erfolg.

Selby darf trotz Niederlage optimistisch sein

Um Mark Selby muss man sich trotz seiner Niederlage gegen Mark Williams keine Sorgen machen.
Selby hat in der Schlussphase der letzten Saison hervorragend und erfolgreich gespielt. Und in der neuen Saison hat er nahtlos daran angeknüpft. Zwei Halbfinals und ein Finale stehen für ihn nun zu Buche. Dreimal musste er sich nur dem späteren Champion beugen. Da kann der nächste Titel für Selby nicht weit entfernt sein.
Und nun laufen schon die English Open. Es geht Schlag auf Schlag. Gut so. An die English Open schließen sich nahtlos die Wuhan Open an (obwohl das eine logistische Herausforderung für die Spieler ist). Genügend Turniere also, um schnell weitere Erfolge zu feiern.
Herzliche Grüße
Ihr / Euer Rolf Kalb
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Quelle: Eurosport

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