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Favoriten unter sich: John Higgins und Mark Selby im Finale der China Championship
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Publiziert 29/09/2018 um 18:00 GMT+2 Uhr
Nach vielen Überraschungen sind im Finale der China Championship dann doch zwei Favoriten unter sich: Mark Selby und John Higgins bestreiten das Endspiel in Guangzhou. In der Vorschlussrunde feierte Higgins mit 6:3 einen Arbeitssiegt gegen Lu Haotian. Mark Selby sah beim Stand von 4:1 gegen Zhao Xintong schon wie der sichere Sieger aus, musste bis zu seinem 6:4-Sieg aber doch noch zittern.
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John Higgins überwand auch gegen Lu Haotian nicht die Schwächen, die er in den Runden zuvor offenbart und auch beklagt hatte: Eher selten schaffte er ein hohes Break, zuviele Chancen ließ er aufgrund von eigenen Fehlern ungenutzt. So stolperte der Schotte am Ende eher über die Ziellinie; für ihn eigentlich untypisch.
Der Druck machte sich selbst beim Routinier Higgins deutlich bemerkbar. Higgins profitierte aber davon, dass Lu im erst zweiten Halbfinale seiner Karriere sichtlich nervös war und so nicht an die starken Leistungen aus den Runden zuvor anknüpfen konnte. Ein Top-Break von nur 36 Punkten für den 20-jährigen Chinesen spricht Bände.
Keine hohen Breaks für Higgins und Lu
Higgins war da zumindest verlässlicher als sein Gegner. Vier Breaks von mehr als 50 Punkten schaffte er, das höchste war eine 62. Eine Vorentscheidung fiel, als Lu Haotian sich im fünften Frame auf Blau verstellte und so anschließend Pink verschoss. Mit Pink erhöhte Higgins auf 4:1 und gewann dann auch den nächsten Frame.
Immerhin schaffte Lu auf Pink noch das 2:5 und gewann auch den zerfahrenen achten Frame. Ein Arbeitsbreak von 62 Punkten im neunten Frame brachte Higgins dann aber endgültig auf die Siegesstraße.
Selby mit starkem Start
Mark Selby begann gegen Zhao Xintong stark: Mit Breaks von 90 und 82 Punkten ging er mit 3:0 in Führung. Zhao holte dann seinen ersten Frame mit einer 72. Als Selby aber mit zwei Fünfziger-Breaks auf 4:1 erhöhte schien eine Vorentscheidung gefallen.
Doch Zhao, der zuvor seine Matches gegen Mark Williams und Barry Hawkins noch nach klaren Rückständen gewonnen hatte, setzte zu einem erneuten Comeback an. Mit einem Top-Break von 110 Punkten gewann der 21-Jährige, der sein erstes Halbfinale bestritt, drei Frames in Folge.
Sicherheit verloren, nicht aber den Kampfgeist
Selby hatte zu diesem Zeitpunkt die Sicherheit der ersten Frames verloren, nicht aber das Matchplay und den Kampfgeist. Kleinere Safe-Schwächen von Zhao und die mangelnde Erfahrung des Chinesen nutzte der Weltranglisten-Erste aus und holte sich die Führung zurück.
Im zehnten Frame spielte er dann seine Erfahrung aus. Als Zhao einen riskanten Ball verschoss machte Selby das entscheidende Break von 63 Punkten.
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