Mark Selby konnte vor dem Interval Yuan Sijun nicht abschütteln. Selby holte zwar den ersten Frame auf Pink, nachdem Yuan eine Rote auf die Mitte verschossen hatte, und baute seine Führung auf 2:0 aus. Der 18-jährige Chinese, der zum ersten Mal in einem Viertelfinale stand, schlug jedoch mit Breaks von 54 und 68 Punkten zurück.
Das 2:2 zur Pause entsprach durchaus dem Spielverlauf. Nach dem Interval schaltete der Weltranglisten-Erste dann aber mehrere Gänge hoch. Gelang ihm zuvor kein höheres Break, so nutzte er nun seine Chancen konsequent und gewann dank Breaks von 86, 64 und 70 Punkten drei Frames in Folge.

Zhao Xintong drehte das Match

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Hammer-Viertelfinale: Higgins gegen Trump
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Barry Hawkins hatte gegen Zhao Xintong schon mit 3:1 und 4:3 geführt. Der 21-Jährige bewies jedoch Moral und steht zum ersten Mal in seiner Karriere im Halbfinale eines Ranglisten-Turnieres. Mit einem Top-Break von 86 Punkten glich er zum 3:3 aus.
Hawkins legte dann zwar eine 85 zum 4:3 vor, aber mit dem Rücken zur Wand spielte Zhao sein bestes Snooker. Mit Breaks von 94 und 82 Punkten drehte er das Match noch.

Umkämpfte Partie von Higgins und Trump

John Higgins und Judd Trump lieferten sich eine vom Kampf geprägte Partie, die über weite Strecken von der Taktik bestimmt war. Beide kamen mit den schwülen Verhältnissen und der hohen Luftfeuchtigkeit nicht gut zurecht. Mangelnde Spielballkontrolle und daraus resultierende Fehler waren die Folge.
Im weiteren Verlauf kam dann auch noch die Verunsicherung hinzu. Der Wendepunkt war der sechste Frame: Trump führte mit 3:2 und dominierte auch diesen Frame, das 4:2 schien nur noch eine Frage der Zeit. Doch mit viel Biss erkämpfte sich Higgins noch den Ausgleich und ließ anschließend eine 79 zum 4:2 folgen.
Im achten Frame hatten beide Chancen; der Frame wurde auf die Farben entschieden. Mit Pink und Schwarz machte Higgins schließlich den Halbfinal-Einzug perfekt.

Lu zieht in das Halbfinale ein

Lu Haotian und Martin O’Donnell lieferten sich dagegen ein Duell, das zumindest in der ersten Hälfte, von hohen Breaks gekennzeichnet war. Mit Serien von 102, 57 und 124 Punkten stürmte Lu zu einer 3:0-Führung. Dank einer 93 holte O’Donnell aber noch vor der Pause seinen ersten Frame.
Der fünfte Durchgang war dann der erste, der nicht durch ein hohes Break entschieden wurde, sondern bis zum Ende umkämpft blieb. Mit dem besseren taktischen Spiel erhöhte der Chinese auf 4:1.
Im sechsten Frame gelang ihm dann auch wieder eine 58, aber die Entscheidung fiel trotzdem erst auf die Farben. Mit Braun und Blau machte Lu den zweiten Halbfinal-Einzug seiner Karriere perfekt.
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