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English Open: Emotionaler Mark Selby schlägt Luca Brecel und holt nach fast 20 Monaten wieder einen Titel
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Publiziert 18/12/2022 um 23:50 GMT+1 Uhr
Mark Selby ist nach einem schweren Jahr zurück im Kreis der Sieger: Er holte den Titel bei den English Open in Brentwood durch ein 9:6 über Luca Brecel. Es war der 21. Triumph für Selby bei einem Weltranglisten-Turnier in seinem 31. Finale; er hat nun 13 seiner letzten 14 Endspiele gewonnen. Nur beim Shootout 2021 hat er das Finale verloren. In der Weltrangliste klettert er auf den zweiten Platz.
Mark Selby during his English Open final victory over Luca Brecel (World Snooker Tour).
Fotocredit: Eurosport
Bis Mark Selby die Steve Davis Trophy in Empfang nehmen durfte war allerdings harte Arbeit angesagt. Spielerisch knüpften beide Finalisten nicht an das an, was sie in den Tagen zuvor gezeigt hatten.
Dabei war Selby mit Breaks von 90, 57 und 74 Punkten zum 3:0 sehr gut in das Match gestartet. Im vierten Frame versäumte er es aber, seine Führung weiter auszubauen, als er Blau vom Spot verschoss.
Das ließ das Match kippen. Luca Brecel spielte zwar auch nicht so zwingend wie zuvor, aber durch die vielen überraschenden Schwächen im Safespiel von Selby schaffte es Brecel, sich in das Match zurückzukämpfen. Zwar hatte er in der ersten Session nur ein Top-Break von 43 Punkten geschafft, aber trotzdem beendete er den Nachmittag bei einem Spielstand von 4:4.
Am Abend übernahm Mark Selby dann wieder die Führung. Mit Breaks von 51 und 61 Punkten legte er zum 6:4 vor. Doch Luca Brecel konterte mit einer 122. In den nächsten beiden Frames hatten beide reichlich Chancen, aber es waren Selbys Matchplay und Erfahrung, die ihn auf 8:5 erhöhen ließen.
Brecel verpasst Maximum Break
Luca Brecel schaffte zwar keine Wende mehr, sorgte aber im 14. Frame trotzdem für einen besonderen Moment. Der Belgier hatte plötzlich die Chance zu einem Maximum-Break.
Die Stellung auf die letzte Rote war aber nicht optimal, sodass er nach 113 Punkten die 15. Schwarze verschoss. Den Titel ließ sich Mark Selby aber nicht mehr nehmen. Seine erste Chance im nächsten Durchgang nutzte er zu einer 87 zum 9:6.
Zu Tränen gerührt ließ sich Mark Selby dann vom begeisterten Publikum feiern und teilte den emotionalen Moment mit seiner Frau Vikki und seiner Tochter Sophia. Nach fast 20 Monaten ohne Titel und ohne Final-Teilnahme verhehlte er anschließend auch im Eurosport-Studio nicht, wie bewegt er war.
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