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Trotz Perry-Comeback: Robertson gewinnt beim European Masters seinen ersten Titel

Perry-Comeback standgehalten: Jimmy Robertson gewinnt ersten Titel

07/10/2018 um 22:15Aktualisiert 07/10/2018 um 22:18

Er musste ein rasantes Comeback von Joe Perry abwehren, aber dann wurde der Traum von Jimmy Robertson wahr: Der 32-Jährige holte den ersten Titel seiner Karriere. Im Finale des European Masters im belgischen Lommel schlug Robertson Joe Perry mit 9:6. Vor dieser Woche war Robertson nie über das Viertelfinale bei Weltranglisten-Turnieren hinausgekommen. Nun ist er der 62. Ranking-Sieger.

In der Weltrangliste klettert Jimmy Robertson nach seinem Triumph auf Platz 26, so hoch wie noch nie zuvor. Joe Perry dagegen verpasste zunächst einmal die Rückkehr in die Top 16. Nach dem Sieg konnte Robertson seinen Erfolg noch gar nicht fassen:

"Klar habe ich als Junge von einem solchen Tag geträumt, aber in meiner Karriere habe ich zwar immer Matches gewonnen, bin aber nie so weit gekommen. An einen solchen Erfolg habe ich nicht mehr geglaubt."

Video - Jimmy Robertsons märchenhafter Sieg mit Century bei den European Masters

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Final-Entscheidung eigentlich schon früh gefallen

Die Entscheidung war eigentlich schon zu Beginn des Finales gefallen. Joe Perry hatte die erste Chance im ersten Frame, verschoss aber nach 17 Punkten Pink. Danach war er so verunsichert, dass Jimmy Robertson mit seinem soliden Spiel und einem Top-Break von 75 Punkten fünf Frames in Folge gewann.

Dann jedoch spielte Robertson nicht mehr mit der gleichen Sicherheit, während Perry langsam zu seinem Spiel fand. So holte Perry die letzten drei Frames der ersten Session und konnte mit 3:5 wieder hoffen.

Der Abend begann dann aber erneut ernüchternd für Joe Perry. Im neunten Frame hatte er durchaus seine Chancen, aber Jimmy Robertson machte auf Pink das 6:3; Pink hatte er dabei als Double gelocht. Im nächsten Frame legte Perry eine 56 vor, aber Robertson schlug mit einer 75 zurück und gewann damit einen weiteren Frame auf Pink.

Joe Perry schien beim Stand von 3:7 geschlagen. Doch nun zeigte der Mann aus Cambridge, aus welchem Holz er geschnitzt ist. Plötzlich drehte er auf und gewann mit Breaks von 106, 59, 60 und 110 Punkten drei schnelle Frames in Folge zum 6:7; Robertson hatte in diesen drei Durchgängen keinen einzigen Ball gelocht.

Video - Perry mit Century gegen Jimmy Robertson

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Robertson beweist seine Klasse

Nun aber bewies Jimmy Robertson im ersten Endspiel seiner Karriere eine enorme Matchhärte und Nervenstärke.

Im 14. Frame legte er eine 54 vor und holte später dann auch noch die fehlenden Punkte zum 8:6.

Der 15. Frame wurde dann zu einem wahren Triumphzug für den neuen Champion: Er ergriff seine erste Chance mit beiden Händen und machte mit einem bärenstarken Break von 108 Punkten den Sieg perfekt.

Video - Sieger Jimmy Robertson platzt vor Stolz

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