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European Masters | Murphys Sieg von Corona-Fällen überschattet
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Publiziert 23/09/2020 um 00:01 GMT+2 Uhr
Der zweite Tag des European Masters in Milton Keynes wurde von den ersten beiden positiven Corona-Tests beim Snooker überschattet. Gary Wilson und Daniel Wells waren positiv getestet worden und konnten deshalb nicht starten. Michael White, Elliot Slessor und David Lilley wurden als Kontaktpersonen identifiziert und auch aus dem Turnier genommen. Ihre Gegner stehen kampflos in der zweiten Runde.
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Aber Snooker wurde in der Marshall Arena auch gespielt. Im besten und spannendsten Spiel des Tages setzte sich Shaun Murphy trotz einer Achillessehnen-Entzündung auf den letzten schwarzen Ball mit 5:4 gegen Liang Wenbo durch. Die ersten Frames waren noch von Fehlern auf beiden Seiten geprägt, ehe Murphy mit einer 105 das 3:1 schaffte. Nach dem Interval drehte aber Liang auf: Dank Breaks von 85, 90, 68 und 59 Punkten übernahm er mit 4:3 die Führung.
Im achten Frame hatte Liang Wenbo seine erste große Chance auf den Sieg, ehe er nach einer 55 Rot auf die Mitte verschoss. Shaun Murphy schaffte dank einer Clearance von 64 Punkten auf Schwarz den Ausgleich. Auch im nächsten Frame hatte der Chinese mehrere Chancen, doch am Ende räumte der schmerzgeplagte "Magician" die Farben ab und erreichte so die zweite Runde.
Bitter war die 4:5-Niederlage von Alexander Ursenbacher gegen Zhou Yuelong. Mit einer 109 war der Schweizer mit 3:0 in Führung gegangen. Aber der Chinese, der im Januar in Dornbirn beim letzten European Masters das Finale gegen Neil Robertson verloren hatte, kämpfte sich in das Match zurück. Zwar gelangen ihm keine hohen Breaks, aber er gewann die letzten drei Frames trotzdem jeweils klar.
Maguire und Bingyu machens spannend
Überzeugend startete Yan Bingtao in Milton Keynes: Bei seinem 5:0 über Barry Pinches spielte er Breaks von 126, 115 und 91 Punkten. Ryan Day hatte bei seinem 5:3 über Si Jiahui schon mit 3:1 und 4:2 geführt, aber Si setzte ihn trotzdem noch einmal unter Druck. Im achten Frame jedoch nutzte der Chinese seine Chance nicht, so dass Day mit einer 60 den Sieg perfekt machte.
In einem Match mit vielen Wendungen gewann Stephen Maguire mit 5:3 gegen Chang Bingyu. In den ersten beiden Frames hatte Maguire Glück: Aus einem Fluke machte er eine 69 zum 1:0 und erhöhte dann auf Schwarz zum 2:0, als ihm Chang mit einem taktischen Fehler die benötigten Foulpunkte ermöglichte. Dank einer 117 verkürzte der Chinese dann zwar, aber in der Folgezeit schaffte er es nicht mehr, seine Chancen in Zählbares zu verwandeln. Mit seiner Erfahrung zog Maguire auf 4:1 davon. Dann war es aber der Schotte, der seine zunehmenden Fehler mit frustrierten Gesten quittierte. Chang kam so heran, doch im achten Frame brachte Maguire eine 93 in die zweite Runde.
Robert Milkins setzte sich gegen Ben Mertens mit 5:0 durch. Der junge Belgier verlor dabei aber den letzten Frame erst auf Schwarz. Tom Ford schlug Mark King mit 5:2. King war zwei Mal in Führung gegangen, ehe Ford vier Frames in Folge gewann.
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