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European Masters: Judd Trump dreht Match und schlägt Ronnie O’Sullivan im Finale
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Publiziert 09/10/2016 um 21:06 GMT+2 Uhr
Mit 6:8 lag Judd Trump im Finale des European Masters schon hinten, doch er drehte das Match und holte sich mit 9:8 gegen Ronnie O’Sullivan den Titel. Trump triumphierte in Bukarest zum sechsten Mal bei einem Weltranglisten-Turnier. Im Endspiel schaffte er auch noch das 400. Century-Break seiner Karriere. In der neuen Weltrangliste wird er Dritter sein, O’Sullivan steht auf Platz neun.
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"Judd hat den Sieg absolut verdient; ich weiß gar nicht, wie ich auf acht Frames gekommen bin", stapelte Ronnie O’Sullivan nach dem Finale tief. Damit stellte er sein Licht zu sehr unter den Scheffel.
Dass es ein grandioses Finale wurde war beiden Spielern zu verdanken. Judd Trump:
Zu Beginn des Finals hatte Trump in einigen Situationen Pech mit Kicks oder nicht gelungenen Splits. Die 3:1-Führung von O’Sullivan war schmeichelhaft. Doch in der zweiten Hälfte der ersten Session nahm Trump mit einer 120 zum 2:3 Fahrt auf. Trotzdem lag er am Ende der ersten Session mit 3:5 hinten. Zu Beginn der zweiten setzte er dann aber zu einem Sturmlauf an. Mit Breaks von 105 und 67 Punkten gewann er im Blitztempo drei Frames in Folge und führte beim Stand von 6:5 erstmals.
Trump: Erst aus der Bahn gekickt, dann sensationell
Auch im zwölften Frame war Judd Trump als erster in den Bällen, doch bei 34:0 bekam er einen Kick. O’Sullivan nutzte die Chance zu einer 93 zum Ausgleich, ließ eine 72 folgen und erhöhte darauf auf 8:6. "Der Kick hat mich ein bisschen aus der Bahn geworfen. Ich hatte mich darüber geärgert, und dann kamen halt ein paar Fehler", sagte Trump.
Aber mit einer 109, dem 400. Century-Break seiner Karriere, kam er im 15. Frame wieder auf Kurs. Im 16. Frame legte er dann eine 48 vor und holte kurz später die entscheidenden 30 Punkte, obwohl die restlichen Roten alle an der Kopfbande lagen. Im Entscheidungsframe nutzte er dann seine erste Chance. Ohne Pink und Schwarz machte er ein sensationelles Break von 74 Punkten und durfte sich anschließend von Ion Tiriac, dem früheren Manager von Boris Becker, den Siegerpokal als erster European Masters Champion der Geschichte überreichen lassen.
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