Snooker 2026 im Check: Eurosport-Experten Lukas Kleckers und Felix Frede sprechen über WM‑Visionen und Zukunftsfragen

Das Snookerjahr 2026 verspricht erneut große Geschichten: Die Eurosport-Experten Lukas Kleckers und Felix Frede wagen einen Blick in die Glaskugel, sprechen über Generationenduelle, über Spieler, denen in diesem Jahr der erste oder erneute Durchbruch gelingen kann und mögliche deutsche Hoffnungsträger. Zudem formulieren sie Wunschschlagzeilen zur WM und ihre wahrscheinlicheren Gegenstücke.

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Quelle: Eurosport

Für Felix Frede beginnt das Snookerjahr 2026 mit einem klaren Bild: "Ich erwarte ein Generationenduell, in dem sich die arrivierten Spieler gegen die jungen Wilden behaupten müssen." Frede glaubt, dass sich zeigen wird, ob der Generationswechsel endgültig vollzogen werden kann, sieht aber zumindest einen arrivierten Spieler weiter ganz vorne mit dabei: "Ich tippe darauf, dass einer der alten Garde den Jungen noch bestens die Stirn bieten kann: Mark Selby."
Lukas Kleckers blickt vorsichtiger nach vorn und sagt: "Ich rechne erneut mit vielen Überraschungen und – wie schon in der vergangenen und in der laufenden Saison - vielen unterschiedlichen Turniersiegern."
Besonders die Weltmeisterschaft spielt für Kleckers eine zentrale Rolle. "Meine größte Erwartung ist eine hochklassige WM, idealerweise wieder so unterhaltsam wie im letzten Jahr", betont er. Die WM 2025 sei "wirklich außergewöhnlich" gewesen. Frede ergänzt, dass ein spannender Kampf um die Top‑16‑Plätze bevorstehe und die Saison entscheidende Weichen stellen könne.
Beide sehen ein Jahr voller Entscheidungen – und voller Chancen.

Rückkehrer und Durchstarter: Wem gelingt 2026 der Durchbruch?

Bei den Kandidaten für einen möglichen Durchbruch hat Kleckers gleich mehrere konkrete Namen parat. "Judd Trump ist für mich ein Kandidat, vor allem, nachdem er wieder zu seinem alten Queue zurückgekehrt ist." Auch Mark Allen sieht Kleckers im Aufwind: "Er hat angekündigt, schneller spielen zu wollen, und das zum Ende des Jahres 2025 bereits mit Erfolg und sichtbar mehr Spielfreude getan." Besonders hervorheben möchte er Wu Yize: "Er ist für mich einer der Spieler der Saison, weil er in seinem jungen Alter bereits unfassbar konstant spielt und definitiv jemand ist, dem ich eine starke zweite Saisonhälfte zutraue." Bei Frede "stehen Stan Moody und Aaron Hill ganz oben auf der Liste."
Beim Blick auf die deutschen Spieler rücken Frede und Kleckers vor allem Umut Dikme in den Vordergrund. "Auf jeden Fall Umut Dikme. Ich bin sehr gespannt, wie er sich vor allem in der WM‑Qualifikation und bei der Europameisterschaft schlägt, nachdem er in dieser Saison bereits sehr viel Erfahrung auf der Tour sammeln konnte", sagt Frede und Kleckers ergänzt: "Umut Dikme ist als Spitzenreiter der Q‑School Order of Merit besonders spannend, weil er dadurch praktisch bei allen Main‑Tour‑Turnieren starten kann. Dementsprechend konnte er bisher reichlich Spielpraxis sammeln, die bei dem Ziel, das Ticket für die Maintour zu erspielen, besonders wichtig ist."
Einig sind sich beide auch bei Christian Richter. "Er hat mit dem Sieg bei der U17‑WM den nächsten Schritt gemacht", sagt Frede. "Für ihn gilt es, sich bei der Europameisterschaft gut zu präsentieren und seine unbestreitbaren Qualitäten auf der QTour zu beweisen." Zudem hat Frede noch Alexander Widau auf dem Zettel. "Er hat nach dem Gewinn der Bronzemedaille bei der World Games im vergangenen Jahr eine sehr gute Entwicklung genommen. Hier ist es spannend zu sehen, ob er sein hohes Potenzial weiter an den Tisch bringt", so Frede.

Youngster oder alte Hasen: Wer macht das Rennen bei der WM?

Zum Abschluss wagen beide einen Blick darauf, welche Schlagzeile sie zur WM gerne lesen würden. Frede formuliert klar: "Mein Wunsch wäre: ‚Drei Youngsters und ein Oldie im Halbfinale der WM.‘" Realistischer sieht er allerdings: "Selby nach grandioser Saison erneut Weltmeister." Kleckers hält sich zurück und äußert die generelle Hoffnung "auf eine WM, die ähnlich unterhaltsam wird wie im letzten Jahr." Und er erwartet einen "besonders spannenden Kampf der Generationen: Sehen wir in den Viertelfinals überwiegend jüngere Spieler – oder behaupten sich weiterhin die Spieler der ‚Class of ’92‘ wie John Higgins, Mark Williams und Ronnie O’Sullivan?"
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Quelle: Eurosport


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