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Snooker - Rolf-Kalb-Blog: Rekorde und besondere Magie - Ronnie O’Sullivan bleibt ein Phänomen
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Publiziert 04/12/2023 um 15:44 GMT+1 Uhr
Sie ist noch da, die besondere, einzigartige und unnachahmliche Magie von Ronnie O’Sullivan. Vielleicht sehen wir sie nicht mehr so regelmäßig, aber sie ist noch vorhanden. Das jedenfalls meint Eurosport-Kommentator Rolf Kalb in seinem aktuellen Blog. Ronnie Superstar O’Sullivan hatte am Sonntag die UK Championship zum achten Mal gewonnen und damit erneut Geschichte geschrieben.
Die Entscheidung: O'Sullivan macht achten UK-Titel perfekt
Quelle: Eurosport
Klar: Man kann auf die Zahlen blicken. Ronnie O’Sullivan hat am Sonntag zum achten Mal die UK Championship gewonnen - Rekord. Es war sein 22. Triumph bei einem Triple Crown Event - Rekord.
Insgesamt hat er nun 40 Ranglisten-Turniere gewonnen - Rekord. Über 100 Siege bei der UK Championship - Rekord. Er ist nun gleichzeitig der jüngste und der älteste Sieger der UK Championship.
Aber erklären die Zahlen das Phänomen Ronnie O’Sullivan? Nein, meine ich, auf keinen Fall. Seriensieger rufen eher Langeweile hervor. Das war bei Steve Davis in der achtziger Jahren so und bei Stephen Hendry in den Neunzigern. Beide galten damals als langweilig. Wird Ronnie O’Sullivan jemals als langweilig beschrieben werden? Niemals.
Dies liegt natürlich auch daran, dass er polarisiert. Dass er manchmal provoziert, Dass er unkonventionell handelt. Dass die Fans das Gefühl haben, sein Auf und Ab hautnah mitzuerleben. Dass sie mit ihm jubeln und mit ihm verzweifeln können. Dass er die Nerven seiner zahlreichen Fans manchmal arg strapaziert.
O'Sullivans B- und C-Spiel reicht für Siege
Aber das alleine erklärt nicht diese besondere Faszination. Hinzu kommt nämlich die besondere Magie, die er auf dem Tisch mit seinem Queue erzeugen kann. Dann sitzen alle mit offenem Mund und staunenden Augen da. Dann beschert er rauschhafte Momente. Das war auch im Finale der UK Championship wieder der Fall.
Zuvor hatte er in York solide bis durchschnittlich gespielt. Hätten Robert Milkins oder Zhou Yuelong ihre Chancen genutzt, dann wäre er früher ausgeschieden. Und es stimmt ja auch, was er selber nach seinem Triumph gesagt hat: Dass nämlich sein B- oder C-Spiel auch noch gut genug sind, um Matches zu gewinnen.
Auch im Finale hat er Ding Junhui nicht durchgehend an die Wand gespielt. Bei seiner 4:1-Führung hatte er durchaus auch Glück. Aber beim Stand von 7:7 kam er dann plötzlich, dieser magische Moment. Oder besser gesagt die magischen 22 Minuten. Diese drei Breaks spielte O'Sullivan wie im Rausch. Eigentlich hätte der Glitzer da schon auf den Tisch regnen müssen.
Am Dienstag wird er 48 Jahre alt. Es ist bemerkenswert, was er immer noch leistet. Vielleicht kommen die magischen Momente nicht mehr so regelmäßig wie früher. Das mag auch an seinem Alter liegen. Aber es gibt sie halt noch immer, diese magischen Momente.
Es ist ja wahr: Ronnie O’Sullivan gibt dem Snookersport ungeheuer viel. Allerdings gehört auch das zur Wahrheit: Auch Ronnie O’Sullivan braucht Snooker. Lassen wir ihn also sein Ding machen. Und freuen uns darauf, dass irgendwann der nächste magische Moment kommt.
Herzliche Grüße
Ihr / Euer Rolf Kalb
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Quelle: Eurosport
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